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Missbrauch in Kirche

Papst trifft Opfer nicht

Enttäuschung bei den Mitgliedern von ECA

Die Delegationen der Missbrauchsopfer, die anlässlich des am Donnerstag beginnenden Kinderschutztreffens im Vatikan nach Rom gereist sind, sind am Mittwoch vom Organisationskomitee des Gipfeltreffens empfangen worden. Sie erklärten sich darüber enttäuscht, dass sie wider Erwarten nicht Papst Franziskus treffen konnten.

"Wir sind wegen der Abwesenheit des Papstes zutiefst enttäuscht. Wo ist der Papst? Wir Opfer wollen mit ihm sprechen und wir werden bis zum Ende des Gipfeltreffens in Rom bleiben, bis diese Begegnung stattfindet", sagte das US-Missbrauchsopfer Peter Isely, Gründer des Verbands "End Of Clergy Abuse", im Gespräch mit Journalisten. Mit anderen Missbrauchsopfern traf Isely am Mittwoch das Organisationskomitee des Gipfeltreffens, darunter dessen Moderator, den früheren Vatikansprecher Federico Lombardi.

Der interimistische Vatikan-Sprecher Alessandro Gisotti bestätigte, dass der Papst die Missbrauchsopfer nicht getroffen habe. Ein derartiges Treffen sei nie geplant gewesen, sagte er.

Papst will gegen Missbrauch kämpfen

Mit einem hochrangig besetzten Kongress zum Thema Kinderschutz will Papst Franziskus den Kampf gegen sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche vorantreiben. Die Vorsitzenden aller Bischofskonferenzen tagen von Donnerstag bis Sonntag im Vatikan, ebenso wie die Leiter zahlreicher Ordensgemeinschaften. Aus Österreich nimmt der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn an der Tagung teil. Das Treffen soll nach Angaben der Organisatoren vor allem dem Zweck dienen, weltweit einheitliche Prinzipien für den kirchlichen Umgang mit Missbrauch zu implementieren.

(APA)

(Quelle: APA)

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