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Möglicherweise Spuren von vermisster Boeing

Abbott warnte vor Schwierigkeit der Suche Salzburg24
Abbott warnte vor Schwierigkeit der Suche

Die australischen Behörden haben möglicherweise Spuren der vermissten Boeing der Malaysian Airlines gefunden. Regierungschef Abbott sagte am Donnerstag im Parlament, auf Satellitenbildern vom 16. März seien zwei Objekte zu sehen, die der Größe nach von der Boeing 777 stammen könnten. Die Teile sollen sich in einem Gebiet 2.500 Kilometer südwestlich von Perth befinden.

Eines der Teile sei 24 Meter lang, teilte die australische Seesicherheitsbehörde mit. Ein Flugzeug habe die Region bereits überflogen, zunächst aber nichts entdeckt. Die Sicht in der Region rund 2.500 Kilometer südwestlich von Perth an der australischen Westküste sei schlecht, sagte Young.

Mehrere Schiffe sind bereits auf dem Weg zum Fundort. Das norwegische Handelsschiff "Hoegh St. Petersburg", das auf dem Weg nach Melbourne war, hat seinen Kurs geändert und ist inzwischen in dem Gebiet angekommen. Das Schiff werde sich an der Suche beteiligen, sagte eine Sprecherin des norwegischen Eigners.

Auch ein Schiff der australischen Marine ist unterwegs, aber noch mehrere Tagesreisen entfernt. Es könnte daher dauern, bis es konkrete Angaben zu den Objekten gibt. Abbott dämpfte daher auch die Hoffnungen: Es könne sich durchaus herausstellen, dass keine Verbindung zum vermissten Malaysia-Airlines-Flug MH370 bestehe.

Nach Angaben des australischen Seenotrettungsdienstes wurde ein Aufklärungsflugzeug der Marine vom Typ AP-3C Orion in das Gebiet entsandt. Die Luftwaffe Neuseelands habe ebenfalls ein Flugzeug geschickt. Die US-Marine beteilige sich mit einer P-8A Poseidon, einem der modernsten Aufklärungs- und U-Boot-Jagdflugzeuge. In dem Gebiet herrscht zurzeit allerdings regnerisches Wetter mit schlechten Sichtbedingungen.

Das Flugzeug mit 239 Insassen an Bord war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. 26 Länder beteiligen sich mittlerweile an der Suche. Über die Ereignisse nach dem letzten Kontakt zu dem Flugzeug gibt es nur Mutmaßungen und widersprüchliche Informationen. Anscheinend ist es umgekehrt und dann Richtung Westen geflogen. Später könnte die Maschine nach Nordwesten in Richtung Indien abgedreht sein oder aber nach Süden.

Ob die Kommunikationstechnik des Flugzeugs abgeschalten wurde oder aus technischen Gründen ausfiel, ist ebenfalls unklar. Verwirrend ist auch die Informationspolitik der Behörden. Angaben wurden zurückgehalten oder mehrfach korrigiert. Ermittlungen im Umfeld der Piloten, aber auch der Passagiere erbrachten bisher keinen konkreten Hinweis auf eine Entführung, einen Anschlag oder einen Selbstmord.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.02.2021 um 02:22 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/moeglicherweise-spuren-von-vermisster-boeing-44979217

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