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Monsanto wirft im Syngenta-Übernahmepoker das Handtuch

Der US-Saatgutriese hat die Akquisition abgeblasen Salzburg24
Der US-Saatgutriese hat die Akquisition abgeblasen

Nach monatelangem Gezerre ist die geplante größte Übernahme in der Agrochemiebranche gescheitert. Der US-Saatgutriese Monsanto hat die Akquisition des Schweizer Pflanzenschutzherstellers Syngenta am Mittwoch abgeblasen. Das auf rund 47 Mrd. Dollar (40,85 Mrd. Euro) erhöhte Angebot habe die finanziellen Erwartungen von Syngenta nicht erfüllt, erklärte Monsanto.

Da Syngenta kein Interesse an Gesprächen signalisiert habe, konzentriere sich Monsanto nun wieder auf das Wachstum aus eigener Kraft. Syngenta bestätigte, dass er ein nachgebessertes Übernahmeangebot des US-Rivalen Monsanto zurückgewiesen hat. Die Entscheidung sei von allen Verwaltungsratsmitgliedern mitgetragen worden, teilte der Konzern aus Basel am Mittwoch mit. Auch die erhöhte Offerte habe den Wert von Syngenta bei weitem nicht widergespiegelt und es bestünden Risiken für die Umsetzung.

An der Börse stürzte die Syngenta-Aktie um 15,5 Prozent auf 320 Franken ab und bewegte sich damit wieder um das Niveau, bevor Monsanto im Mai an Syngenta mit einer ersten Offerte herangetreten war. Die Monsanto-Aktien kletterten an der Wall Street um rund sieben Prozent.

Monsanto hatte zuerst 449 Franken je Aktie geboten, doch Syngenta zeigte dem Konzern aus St. Louis die kalte Schulter. Syngenta sei mehr wert, zudem stehe ein Zusammenschluss vor kaum überwindbaren wettbewerbsrechtlichen Hürden. Einem Insider zufolge legte Monsanto in den letzten Tagen nach und erhöhte das Angebot auf 470 Franken je Aktie. Doch auch das versüßte Angebot reichte dem Basler Konzern offenbar nicht.

Obwohl sich Syngenta mit Händen und Füssen gegen eine Übernahme gewehrt hatte, kann sich die Konzernspitze nun nicht zurücklehnen. Viele Anleger zweifeln nach wiederholt enttäuschenden Ergebnissen daran, dass das Management die bis 2018 angepeilten Gewinnziele auch erreichen kann. Einer der zehn größten Syngenta-Aktionäre sagte: "Wir sind sehr frustriert über das Verhalten von Syngenta. Es ist nicht akzeptabel, dass das Unternehmen keine ernsthaften Gespräche mit Monsanto aufgenommen hat."

Aufatmen dürfte man dagegen in Ludwigshafen. Früheren Angaben eines Investmentbankers zufolge hatte BASF großes Interesse daran, dass Monsanto bei Syngenta nicht zum Zug kommt, weil die Amerikaner damit zur absoluten Nummer eins bei Saatgut und Pflanzenschutzmitteln würden.

(Quelle: S24)

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