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Mord an britischem Abgeordnetem offenbar Terrorakt

David Amess von Angreifer niedergestochen

Der tödliche Messerangriff auf den britischen Tory-Abgeordneten David Amess ist als terroristische Tat eingestuft worden. Das teilte die Polizei in der Nacht auf Samstag mit, wie die britische Agentur PA berichtete. Die Anti-Terror-Einheit der britischen Polizei hatte die Ermittlungen schon früher aufgenommen.

Amess war am Freitag in der englischen Grafschaft Essex von einem Angreifer niedergestochen worden.

David Amess wurde in seinem Wahlkreis attackiert
An undated handout photograph released by the UK Parliament shows Conservative MP for Southend West, David Amess, posing for an official portrait photograph at the Houses of Parliament in London. - British MP David Amess was on Friday stabbed "multiple times" during an event in his local constituency in Leigh-on-Sea in Essex, southeast England, Sky News and BBC reported. Essex Police did not name Amess but confirmed that officers "were called to reports of a stabbing in Eastwood Rd North shortly after 12.05pm. A man was arrested shortly after & we're not looking for anyone else." (Photo by Richard TOWNSHEND / UK PARLIAMENT / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - NO USE FOR ENTERTAINMENT, SATIRICAL, ADVERTISING PURPOSES - MANDATORY CREDIT " AFP PHOTO / RICHARD TOWNSHEND /UK Parliament"

Britischer Abgeordneter stirbt nach Messerattacke

Ein Abgeordneter der konservativen Regierungspartei in Großbritannien ist Berichten zufolge am Freitag Opfer einer Messerattacke geworden. Der 69-jährige David Amess kam dabei ums Leben.

Verbindungen zum IS

Erste Ermittlungen hätten "eine mögliche Motivation in Verbindung zu islamistischem Extremismus" ergeben, heißt es in der Mitteilung der Polizei weiter. Im Rahmen der Ermittlungen gebe es auch Durchsuchungen an zwei Orten in London. Der 25-jährige Angreifer befinde sich in Gewahrsam in einer Polizeistation in Essex. Nach Dafürhalten der Ermittler gilt er als Einzeltäter.

Abgeordneter stirbt am Tatort

Amess war um die Mittagszeit am Freitag bei einer Bürgersprechstunde in einem Wahlkreis in der englischen Grafschaft Essex niedergestochen worden. Er starb trotz aller Bemühungen von Sanitätern noch am Tatort. Die Polizei nahm den Tatverdächtigen fest und stellte ein Messer sicher.

Boris Johnson tief betroffen

Premierminister Boris Johnson zeigte sich tief betroffen von dem tödlichen Angriff auf den 69 Jahre alten Parteifreund. Die Herzen aller seien erfüllt von "Schock und Traurigkeit" sagte Johnson am Freitag zu Reportern. Amess sei einer der "liebenswertesten und freundlichsten Menschen in der Politik" gewesen.

Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei schrieb per Twitter: "Furchtbare und zutiefst schockierende Nachrichten. Denke an David und seine Familie und seine Mitarbeiter."

Entzsetzen im britischen Königshaus

Die tödliche Messerattacke sorgte bis ins Königshaus für Entsetzen. "Wir sind schockiert und traurig über den Mord an Sir David Amess, der 40 Jahre seines Lebens dem Dienst an der Gemeinschaft geopfert hat", teilten Prinz William und Herzogin Kate am Freitagabend per Twitter mit. Ihre Gedanken und Gebete seien bei der Familie, den Freunden und Kollegen des getöteten Abgeordneten, so das Paar weiter.

Der Fall erinnert an den Mord an der Labour-Abgeordneten Jo Cox 2016. Cox wurde ebenfalls bei einer Bürgersprechstunde in ihrem Wahlkreis von einem Rechtsextremisten mit einer Schusswaffe und einem Messer angegriffen. Sie starb kurz darauf an ihren Verletzungen. Der Mord an Cox ereignete sich nur wenige Wochen vor dem Brexit-Referendum.

(Quelle: Apa/Dpa)

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