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Mord wird in Italien zum Politikum: Migrant Tatverdächtiger

Ein grausamer Doppelmord in einer Villa in der Nähe der sizilianischen Stadt Catania, bei dem ein pensioniertes Ehepaar ermordet wurde, heizt die Flüchtlingsdebatte in Italien an. Ein 68-jähriger Pensionist wurde überfallen und danach nackt und mit durchgeschnittener Kehle gefunden. Seine Frau wurde vom Balkon gestoßen.

Die Polizei verdächtigt einen 18-jährigen Flüchtling von der Elfenbeinküste, der im Aufnahmezentrum Cara in Mineo bei Catania, dem größten Flüchtlingslager Europas, untergebracht ist. Er hatte eine Tasche mit Handys, einem PC und einer Fernsehkamera der Opfer bei sich. Der mutmaßliche Täter sitzt in U-Haft.

Die Tochter der beiden Opfer beschuldigte nun die Regierung in Rom, für den Mord an ihren Eltern mitverantwortlich zu sein. "Der Staat erlaubt diesen Migranten, zu uns zu kommen und einfach das zu tun, was sie wollen, unter anderem einzubrechen und zu morden. Die Regierung muss uns sagen, wie eine solche Tragödie geschehen konnte", betonte die Frau.

Rechtsparteien erklärten sich mit der Tochter der Opfer solidarisch. Der Staat müsse für den Mord verantwortlich gemacht werden, da die Flüchtlingswelle in Richtung Italien außer Kontrolle geraten sei, betonte der Chef der ausländerfeindlichen Oppositionspartei Lega Nord, Matteo Salvini.

Auf Salvinis Worte reagierte die Demokratische Partei (PD) von Premier Matteo Renzi scharf. "Salvini nutzt derlei Tragödien zu Zwecken der Propaganda aus", protestierte PD-Senator Giorgio Tonini.

(Quelle: S24)

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