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Morde in Annaberg - Gedenken am fünften Jahrestag

In Annaberg im Bezirk Lilienfeld ist am Montag der drei Polizisten und eines Sanitäters gedacht worden, die vor fünf Jahren von einem mutmaßlichen Wilderer erschossen worden waren. An der Gedenkfeier nahmen u.a. Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) und der Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich, Josef Schmoll, teil.

Der 17. September 2013 sei "einer der dunkelsten Tage in der Geschichte der österreichischen Blaulichtorganisationen", erinnerte Mikl-Leitner. Polizei und Rotes Kreuz hätten treue Kameraden und geschätzte Kollegen, ja vier Helden verloren, vier Familien liebevolle Ehemänner und vor allem auch Väter. Den 2014 an der Kreuzung B20 / B28 errichteten Gedenkstein bezeichnete die frühere Innenministerin als "äußeres Zeichen des Erinnerns".

Es handle sich um eine "bis heute völlig unverständliche Tat", sagte Kickl. Annaberg rufe allzu schreckliche Bilder in Erinnerung. Das ganze Land habe vor fünf Jahren den Atem angehalten. Vier Menschen seien "in gewissenhafter Erfüllung ihrer Pflicht aus dem Leben gerissen" worden, so der Minister. In der Nachbearbeitung der "Wahnsinnstat" seien Konsequenzen gezogen worden. Ein Mehr an Sicherheit sei somit auch "ein Vermächtnis jener, die ums Leben gekommen sind".

Die Andacht wurde von Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Lars Müller-Marienburg zelebriert. Schwarz äußerte dabei die Hoffnung, dass sich die Angehörigen nach fünf Jahren zu dem Satz "Der Tod beendet das Sterben, aber nicht das Leben" vortasten können. Mikl-Leitner, Kickl und der Präsident Schmoll legten im Anschluss an die Andacht Kränze an dem Gedenkstein nieder.

Nach Annaberg gekommen waren am Montag auch LHStv. Franz Schnabl (SPÖ) und Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ). An der Gedenkfeier nahmen zudem u.a. Landespolizeidirektor Konrad Kogler, seinerzeit Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, und der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl sowie Ehrenkompanien von Polizei und Rotem Kreuz teil.

In Annaberg starben am 17. September 2013 drei Polizisten und ein Sanitäter, als Fahnder einen Wilderer suchten. Der 55-jährige Alois H. hatte kurz nach Mitternacht in der Gemeinde eine Straßensperre durchbrochen und das Feuer eröffnet. Er tötete sich in der Folge auf seinem Anwesen in Großpriel bei Melk selbst.

(APA)

Aufgerufen am 14.12.2018 um 06:39 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/morde-in-annaberg-gedenken-am-fuenften-jahrestag-60216655

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