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Muslim wegen Glaubens-Abfalls zum Tod verurteilt

Im nordwestafrikanischen Mauretanien ist ein Muslim wegen des Abfalls vom Glauben zum Tode verurteilt worden. Wie von Seiten der Justiz verlautete, wurde gegen den rund 30-jährigen Mann am Mittwochabend (Ortszeit) in Nouadhibou die Höchststrafe verhängt, weil er blasphemische Schriften mit abschätzigen Bemerkungen über den Propheten Mohammed veröffentlicht haben soll.

Der Angeklagte brach bei der Urteilsverkündung ohnmächtig zusammen. Nachdem er versorgt wurde und sich wieder erholte, wurde er abgeführt. Der Mann war seit fast einem Jahr inhaftiert. In dem Prozess gegen ihn plädierte er auf unschuldig und erklärte, es sei nicht seine Absicht gewesen, dem Propheten zu schaden. Es war nun das erste Mal seit der Unabhängigkeit des Landes 1960, dass wegen Glaubensabfalls die Todesstrafe verhängt wurde. Die Strafe wurde indes Amnesty International zufolge seit 1987 nicht mehr vollstreckt.

In Mauretanien gilt das islamische Recht, die Scharia. Harte Strafen wie Peitschenhiebe werden seit den 80er-Jahren aber nur noch selten durchgesetzt. Es blieb zunächst unklar, ob der wegen Abtrünnigkeit zum Tode verurteilte Muslim die Möglichkeit hat, gegen das Urteil zu berufen.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 22.04.2021 um 03:50 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/muslim-wegen-glaubens-abfalls-zum-tod-verurteilt-46233604

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