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Mutmaßlicher Bubenmörder in Deutschland weiter flüchtig

Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Verdächtigen APA (dpa)
Die Polizei sucht fieberhaft nach dem Verdächtigen

Der mutmaßliche Mörder des neunjährigen Buben aus Herne könnte sich bei der Bluttat an der rechten Hand verletzt haben. Das hätten Ermittlungen der Polizei ergeben, sagte eine Sprecherin der Polizei in der Nacht auf Donnerstag in Dortmund. "Es könnte sein, dass er möglicherweise diese Verletzung mit sich herumträgt."

Die Beamten veröffentlichten einen neuen Fahndungsaufruf und suchten besonders nach Zeugen, die Marcel H. am Montag oder den darauffolgenden Tagen in einem Krankenhaus, einer Apotheke oder bei einem Arzt gesehen haben könnten.

Hinweis führt zu Polizeieinsatz

Zusätzlich veröffentlichte die Polizei das Bild eines Hundes. Sie fragte, wer Angaben zu dessen Besitzer machen könne. "Das könnte uns in unseren Ermittlungen ein Stück voranbringen", sagte Sprecherin Cornelia Weigandt. Wie der Hund mit Tat und mutmaßlichem Täter in Verbindung steht, wollte sie aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Am Mittwochabend gab es in Herne einen weiteren Polizeieinsatz mit einem Hubschrauber und Spezialkräften. Dabei sei ein Hinweis überprüft worden, sagte Weigandt. "Wir beziehen alles Mögliche in unsere Ermittlungen mit ein."

Vermeintliches Bild von Marcel H. kursiert im Netz

Am späten Abend war in einem Internet-Forum ein Bild aufgetaucht, dass eine Person, die Marcel H. ähnlich sieht, rauchend auf einem Bahnsteig zeigt. Die Polizei überprüfe das, sagte die Sprecherin. Zunächst konnte sie nicht bestätigen, dass es sich um den Flüchtigen handelt. Eine Festnahme habe es bisher nicht gegeben.

19-Jähriger brüstet sich im Darknet mit Bluttat

Die Polizei war am Montag von einem Darknet-Nutzer alarmiert worden. Der Zeuge hatte gesehen, wie sich der ihm bekannte Marcel H. mit der Ermordung des Schülers brüstet, und er erkannte auch die Örtlichkeiten. Im Keller von H. fanden Polizisten die Leiche des Neunjährigen, der mit seiner Familie direkt nebenan gewohnt hatte. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war er mit Messerstichen getötet worden. Das Ergebnis der Obduktion wird am Mittwoch erwartet.

Marcel H. ist den Angaben zufolge klar erkennbar auf dem Material im Darknet sowie auf Bildern, die inzwischen auch in normal zugänglichen Internetbereichen zu sehen seien. Er sei mit blutigen Händen neben der Leiche zu erkennen. Was ihn zu der Tat getrieben haben könnte, wollte ein Polizeisprecher aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. H. habe auch Gedanken an einen Suizid angedeutet.

Beschrieben wird der Verdächtige im Fahndungsaufruf als sehr schlank und etwa 1,75 Meter groß. Bei einer Begegnung sollten Zeugen ihn nicht ansprechen, sondern den Notruf wählen, riet die Polizei.

(APA/dpa)

(Quelle: S24)

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