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Nach FPÖ-Ausschluss: Winter liefert sich Wortgefecht mit Armin Wolf

Die nach einem antisemitischen Facebook-Posting aus der FPÖ ausgeschlossene Abgeordnete Susanne Winter gab am Dienstagabend ein Videointerview für die ZiB2. Anchorman Armin Wolf ging sie scharf an, Winter versuchte verzweifelt, sich aus der Affäre zu retten. Indes forderte Kickl Winter erneut zur Mandatsrückgabe auf.

Ein Posting über "zionistische Geldjuden" wurde dem Ex-FPÖ-Mitglied und der nunmehrige wilden Abgeordneten zum Verhängnis. Bei einem Interview für die ZiB2 am Dienstagabend ging sie Anchorman Wolf scharf an. Es ging darum, ob sie ihr Mandat nicht nur behalten würde, weil sie nicht arbeiten wolle.

Wolf: "Was hat jemand wie Sie im Parlament verloren"

Dazu sprach Wolf Winter auf die zahlreichen Verschwörungstheorien an, die sie auf Facebook geliked hat und stellte provokant die Frage: "Was hat jemand wie Sie im Parlament verloren." Susanne Winter versuchte sich aus der Affäre zu ziehen, während Armin Wolf aufgrund von Informationen auf Winters Facebook-Seite die Schlinge immer enger zieht.

 

Kickl fordert Winter zur Mandats-Rückgabe auf

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl hat am Dienstag die aus der Partei ausgeschlossene Nationalrats-Abgeordnete Susanne Winter erneut aufgefordert, ihr Mandat zurückzulegen. Sie solle "noch einmal in sich gehen" und ihr Nationalratsmandat doch noch zurückzulegen, sagte Kickl in einer Aussendung. Winter hatte am Vortag betont, sie werde ihr Mandat "sicher nicht" zurücklegen.

Kickl zeigte sich verwundert über Winters Aussagen im Ö1-"Morgenjournal" vom Dienstag, wo sie ihren Verbleib im Nationalrat damit begründete, sie sei ja von der Bevölkerung in den Nationalrat gewählt worden. Diese Behauptung sei "schon ein wenig kühn und lediglich ein Wunschdenken von ihr", meinte der FPÖ-Generalsekretär. Er verwies darauf, dass in Österreich ein Listenwahlrecht angewendet wird- "und damit wird eine wahlwerbende Partei gewählt". Winters "in Summe 197 Vorzugsstimmen von Bundespartei- und Landesliste hätten wohl nicht dafür ausgereicht, Winter direkt in den Nationalrat zu bringen", sagte Kickl.

Nachdem Winter am Wochenende ein antisemitisches Postings auf ihrer Facebook-Seite goutiert hatte, gab die FPÖ der Abgeordneten am Montag bis 19.00 Uhr Zeit, selbst ihren Austritt aus der Partei und die Zurücklegung ihres Nationalratsmandates bekannt zu geben. Nachdem Winter - entgegen ihrer ursprünglichen Ankündigung, der Partei-Entscheidung folgen zu wollen - die Frist ungenützt verstreichen ließ, schloss die Partei Winter dann "mit sofortiger Wirkung" aus.

(SALZBURG24/APA)

Aufgerufen am 22.11.2018 um 12:06 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/nach-fpoe-ausschluss-winter-liefert-sich-wortgefecht-mit-armin-wolf-49220767

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