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Nackte Touristengruppe „schuld“ an Erdbeben in Malaysia

Auf diesem Bild sind die Touristen zumindest noch teilweise bekleidet. Youtube/Screenshot/TomoNews US
Auf diesem Bild sind die Touristen zumindest noch teilweise bekleidet.

Bei einem Erdbeben am Mount Kinabalu in Malaysia starben am Freitag mindestens 19 Menschen. Die malaysische Regierung gibt nun an, eine nackte Touristengruppe hätte das Erdbeben am höchsten Berg des Landes ausgelöst.

Die malaysischen Behörden haben einen Europäer festnehmen lassen, der sich zusammen mit einer Gruppe von zehn ausländischen Touristen einen Spaß daraus gemacht haben soll, auf dem Gipfel des Berges Kinabalu nackt zu posieren. Die Festnahme erfolgte laut Tageszeitung "The Star" am Montag - drei Tage nach dem schweren Erdbeben auf Borneo.

Urinieren auf Berggipfel: 95 Euro

Die in dieser Gegend lebende Volksgruppe der Kadazan Dusun verehrt den Berg, den sie als Ruhestätte der Geister betrachtet. Viele Anrainer sehen einen Zusammenhang zwischen dem aus ihrer Sicht unwürdigen Verhalten der Wanderer und dem Erdbeben. Die zehn Touristen hatten die Ende Mai entstandenen Nackt-Fotos ins Internet gestellt. Dem Festgenommenen wird zudem vorgeworfen, auf dem Berggipfel uriniert zu haben. Die in Malaysia geltenden Bestimmungen sehen für sein Verhalten eine Strafe von umgerechnet 95 Euro vor.

Touristen schuld an Beben

Wie der malaysische Tourismus-Minister Masidi Manjun auf Twitter mitteilte, wurde am Montag einer der Touristen am Kota Kinabalu International Airport verhaftet. Die Touristengruppe habe sich laut dem Minister „respektlos gegenüber einem heiligen Berg“ verhalten und sei somit schuld an dem Beben, zitiert die "Bild"-Zeitung den Minister am Montag. Die Berggeister sollen nun durch eine spezielle Zeremonie beruhigt werden.

Verhalten der Touristen bringe „sicher Unglück“

Das Verhalten der ausländischen Touristen bringe "sicher Unglück", sagte Vize-Staatsminister Joseph Pairin Kitingan. Über den Verbleib der übrigen neun ausländischen Touristen, die nackt auf dem Berggipfel posiert hatten, lagen zunächst keine gesicherten Informationen vor. Zwei Kanadier sollen an der Ausreise aus Malaysia gehindert worden sein.

Malaysia von Erdbeben erschüttert

Ein Erdbeben der Stärke 6,0 hatte am Freitag die Insel Borneo erschüttert. An dem 4.095 Meter hohen Kinabalu löste das Beben Erdrutsche und starke Steinschläge aus. Zwei Menschen galten am Montag weiter als vermisst.

(APA/SALZBURG24)

 

 

(Quelle: S24)

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