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Neuer Proteststurm gegen Kopenhagener Zoo

Aufregung um Löwen-Tötung Salzburg24
Aufregung um Löwen-Tötung

Der Tod von vier Löwen im Kopenhagener Zoo hat nach der Aufregung um die geschlachtete Giraffe Marius einen zweiten Sturm der Entrüstung im Internet ausgelöst. Mehr als 40.000 Menschen unterschrieben bis Mittwochmittag eine Online-Petition mit dem Titel "Sagt dem Kopenhagener Zoo, dass er aufhören soll, gesunde Tiere zu töten!!".

Medien weltweit berichteten über das Schicksal der Löwen. Sie waren am Montag getötet worden, um Platz für einen neuen Zuchtlöwen zu schaffen. Die Verantwortlichen scheuen die Konfrontation nicht: "Wir mussten das tun", sagte der Verwaltungsdirektor des Zoos, Steffen Sträde. "Und wir freuen uns darauf, mit Menschen darüber zu sprechen, wieso." Der Kopenhagener Zoo tötet jedes Jahr etwa 20 bis 30 Tiere, zum Beispiel weil nach seinen Angaben Inzucht droht.

Die österreichische Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" wirft dem Zoo Missmanagement vor. "Einfach nur Tiere planlos zu produzieren und sie dann zu töten, ist verantwortungslos und hat nichts mit einem Bildungsauftrag oder einer wissenschaftlichen Grundlage zu tun - beide Aspekte sollten aber die Säulen eines Zoos des 21. Jahrhunderts sein", erklärte die Organisation am Mittwoch. Die Tierschutzorganisation "EndZoo" sprach von Tötungswahnsinn und forderte Österreich sowie Deutschland auf, dem "Eurovision Song Contest 2014" in Kopenhagen aus Protest fern zu bleiben.

Der Deutsche Tierschutzbund kritisierte die Tötung der vier Löwen - neben zwei alten Tieren starben auch ihre beiden Jungen - als "ethisch unverantwortlich". "Es geht um Besucher und letztlich darum, was das Tier einbringt. Hat es seinen Zweck erfüllt, wird es abgeschoben oder getötet - das ist die traurige Wahrheit in vielen Zoos", erklärte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder am Mittwoch in Bonn.

(Quelle: S24)

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