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Nicola Werdenigg: "Viele Betroffene melden sich bei mir"

Werdenigg hat den Stein der Missbrauchsvorwürfe ins Rollen gebracht. (Archivbild) APA/ZEITUNGSFOTO.AT/DANIEL LIEBL
Werdenigg hat den Stein der Missbrauchsvorwürfe ins Rollen gebracht. (Archivbild)

Die ehemalige Skirennläuferin Nicola Werdenigg hat mit ihrer Geschichte die Debatte über Missbrauch im Skisport angestoßen. Mittlerweile ist aus dem "Schneeball eine Lawine geworden", erzählt Werdenigg in der ZIB24 im Orf. Nachdem Vorwürfe gegen die ehemaligen ÖSV-Trainerlegende Charly Kahr bekannt geworden sind, erzählt Werdenigg, dass sie von zumindest einem dieser Vorfälle Bescheid wusste. Beide Frauen waren ihre Teamkolleginnen. 

Unmittelbar vor dem Auftakt zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang ist Österreichs Skiverband neuerlich mit einem Bericht über Missbrauchsvorwürfe konfrontiert worden. Eine ehemalige Skirennläuferin schildert der "Süddeutschen Zeitung", sie sei von Kahr vergewaltigt worden (SALZBURG24 hat berichtet). Von einem Vergewaltigungsversuch durch Kahr erzählt eine zweite Läuferin im Rahmen des Weltcups in Quebec 1976. Charly Kahr dementiert die Vorwürfe.

Werdenigg: "Sehe große Verantwortung"

Nicola Werdenigg habe ihnen Mut gemacht, in die Öffentlichkeit zu gehen, sagen die beiden Frauen. Auch bei ihr würden sich viele Betroffene melden, sagte Werdenigg am Abend. Sie habe auch mit einer der beiden telefoniert und sie sei "sehr erleichtert." Zu der Aussage von Kahrs Anwalt, die Ereignisse hätten nie stattgefunden, sagt Werdenigg, sie sei unmittelbar nach dem Vorfall in Kanada eingeweiht worden und habe noch die Abdrücke auf dem Handgelenk der Kollegin gesehen. Das ganze Interview könnt ihr euch im Video ansehen.

(SALZBURG24/APA)

(Quelle: S24)

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