Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Norwegen stoppt Subventionen für Robbenjagd

Manch einer fürchtet das Ende der Robbenjagd Salzburg24
Manch einer fürchtet das Ende der Robbenjagd

Norwegen will die staatlichen Subventionen für die Robbenjagd beenden. Bei den Haushaltsberatungen im Parlament stimmte eine Mehrheit der Abgeordneten am Donnerstagabend in Oslo für die Streichung der Subventionen in Höhe von zwölf Millionen Kronen (1,3 Millionen Euro) aus dem Budget für 2015. Dabei wurde allerdings betont, dass dies kein Verbot der Robbenjagd bedeutet.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Handel und Fischfang, Geir Pollestad, "fürchte in Wahrheit, dass die Jagd zusammen mit den Subventionen verschwinden wird." Pollestad zufolge befindet sich der Sektor in einer schwierigen Situation, seit der Verkauf von Robbenprodukten in der EU eingestellt wurde.

Bei rund 12.000 getöteten Robben pro Jahr entfielen mit den Subventionen auf jedes Tier 1.000 Kronen (110 Euro), sagte der Abgeordnete. 80 Prozent der Einkommen der Seehundjäger sind staatlich subventioniert.

Die Europäische Union hatte 2010 ein Embargo gegen Robbenprodukte aus Norwegen und Kanada verhängt. Als Begründung führte die EU "moralische Bedenken der Öffentlichkeit" an. Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Tötung der Robben durch sogenannte Hakapiks, Speere mit einer Metallspitze.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 14.04.2021 um 11:25 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/norwegen-stoppt-subventionen-fuer-robbenjagd-46179034

Kommentare

Mehr zum Thema