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Weniger Haut zeigen

Italienische Stadt führt Oben-Ohne-Verbot für Männer ein

Halbnackte Touristen würden Sorrento schaden

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Oben ohne durch die Straßen flanieren ist in Sorrento verboten (SYMBOLBILD).

Das modebewusste Italien achtet auf den Dresscode, auch in den Urlaubsorten. Der Badeort Sorrento in Süditalien hat Strafen von bis zu 500 Euro für Spazieren in der Stadt im Badeanzug eingeführt. Das gilt auch für Männer, die "oben ohne" durch die Ortschaft flanieren.

Die vielen Tourist:innen, die halb nackt durch die Straßen ziehen, würden dem Ansehen Sorrentos schaden und Unbehagen bei den Einheimischen auslösen, hieß es in der Verordnung von Bürgermeister Massimo Coppola.

Tourist:innen sorgen für Ärger in italien

In Italien achtet man auch auf die Sicherheit der Tourist:innen, die im Urlaub oft nicht passend ausgerüstet sind. Auf den Wanderwegen der ligurischen Touristenregion Cinque Terre herrscht Badeschlapfen-Verbot. Jeder, der nicht mit richtigem Schuhwerk unterwegs ist, muss mit Strafen von 50 bis 2.500 Euro rechnen, warnt der Nationalpark in der ligurischen Region. Grund sind die vielen Verletzungen durch ungeeignete Schuhe. Die Betroffenen müssen oft aufwendig mit Hubschraubern aus dem Park geholt werden.

 

Der Touristenstrom in den malerischen Dörfern an der Steilküste, die über einen Wanderweg miteinander verbunden sind, hat nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder stark zugenommen. Vor allem Kreuzfahrttouristen, die im nahen Hafen von La Spezia anlegen, überlaufen im Sommer die kleinen Orte in Flip-Flops oder High Heels.

2022 heißestes Jahr aller Zeiten

Das Jahr 2022 wird in Italien als heißestes Jahr aller Zeiten in Erinnerung bleiben, mit einer Temperatur, die sogar 0,76 Grad über dem historischen Durchschnitt liegt. Die Niederschläge sind um 45 Prozent gegenüber dem Mittel der vergangenen Jahre zurückgegangen, geht aus Angaben des italienischen Bauernverbands Coldiretti von Mittwoch hervor. Die deutlichste klimatische Abweichung in diesem Jahr hatte der Juni, als die Temperatur um 2,88 Grad höher lag als im Durchschnitt.

Der Juni lag damit nahe an den Höchstwerten von 2003, dem heißesten Sommer bisher, berichtete Coldiretti auf der Grundlage von Daten des wissenschaftlichen Instituts CNR, das seit dem 19. Jahrhundert klimatische Erhebungen in Italien durchführt. "Diese Situation wirkt sich auf die Ernten aus mit einer Dürre, die auf den Feldern bereits mehr als drei Milliarden Euro Schaden verursacht hat", stellte Coldiretti fest. Die Hitze betrifft auch die landwirtschaftlichen Erträge, die inklusive heuer um durchschnittlich 30 Prozent bei Mais und Weizen sinken würden. Die Umweltschäden seien groß, auch wegen der Brände, die sich verdreifacht haben.

Ausnahmezustand wegen Wasserknappheit

"Die Landwirte haben sich bereits verpflichtet, ihren Teil zur Förderung einer effizienteren Wassernutzung, zur Entwicklung von Bewässerungssystemen mit geringem Wasserverbrauch und zu Innovationen beim Ackerbau mit niedrigerem Wasserbedarf beizutragen. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden, dass Wasser für die Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Systeme unerlässlich ist, ohne die das Überleben der Felder, die Lebensmittelproduktion und die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Lebensmittelsektors gefährdet sind", betonte Coldiretti-Präsident Ettore Prandini.

Italien ist von einer Dürre-Periode geplagt
A view shows the river banks at the confluence between the Ticino and Po River at Ponte della Becca, near Linarolo, south of Pavia, on June 17, 2022. - 125 towns in the regions of Piedmont and Lombardy have been asked to ration water amid the worst drought to affect northern Italy’s rivers in 70 years. (Photo by Piero CRUCIATTI / AFP)

Italien ruft Dürre-Notstand in fünf Regionen aus

In fünf Regionen hat die italienische Regierung am Montag wegen Wasserknappheit den Ausnahmezustand ausgerufen. 35 Millionen Euro zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der seit Monaten …

Die italienische Regierung um Premier Mario Draghi hat am Montag den Ausnahmezustand wegen der Wasserknappheit in fünf norditalienischen Regionen ausgerufen. 35 Millionen Euro zur Eingrenzung der negativen Auswirkungen der seit Monaten anhaltenden Dürre werden für die Regionen Piemont, Lombardei, Venetien, Friaul-Julisch Venetien und Emilia Romagna locker gemacht. Vor allem Norditalien erlebt derzeit heftige Trockenheit. Wegen der anhaltenden Wasserknappheit könnte der Ausnahmezustand bald auch in den mittelitalienischen Regionen Toskana, Umbrien und Latium beantragt werden.

(Quelle: APA)

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