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Österreichs Handel mit Russland und Ukraine eingebrochen

Der Außenhandel Österreichs mit Russland und der Ukraine ist im ersten Quartal 2015 eingebrochen. Die Exporte nach Russland gingen um 39,8 Prozent zurück, die Importe halbierten sich (minus 48,7 Prozent) auf 0,4 Mrd. Euro, geht aus vorläufigen Zahlen der Statistik Austria hervor. Die Importe aus der Ukraine fielen um 31,5 Prozent, die Exporte dorthin um 55,9 Prozent, auf nur mehr 71 Mio. Euro.

Insgesamt lagen die österreichischen Exporte im ersten Quartal 2015 um 0,7 Prozent höher als in der Vorjahresperiode, die Einfuhren um 0,3 Prozent. Damit ist das Handelsdefizit im Vergleich zum Vorjahresquartal leicht geschrumpft. Der Handel mit den anderen EU-Staaten war rückläufig, während Ein- und Ausfuhren bei Drittstaaten deutlich zulegten, zeigen vorläufige Zahlen der Statistik Austria vom Dienstag.

Österreich führte zwischen Jänner und März 2015 Waren im Wert von 31,70 Mrd. Euro aus, davon gingen 21,93 Mrd. in die anderen EU-Länder (minus 0,2 Prozent) und 9,77 Mrd. in den Rest der Welt (plus 2,8 Prozent). Im Gegenzug wurden Waren im Wert von 32,87 Mrd. Euro importiert, davon 22,57 Mrd. aus EU-Ländern und 10,30 Mrd. Euro (plus 6,9 Prozent) aus dem Rest der Welt.

Das Außenhandelsdefizit ging damit im ersten Quartal von 1,29 Mrd. Euro auf 1,17 Mrd. Euro zurück. Im Handel mit der EU gab es ein Defizit von 0,64 Mrd. Euro, mit dem Rest der Welt ein Defizit von 0,53 Mrd. Euro.

Besonders dynamisch entwickelte sich der Außenhandel mit den USA: Die österreichischen Importe legten im Jahresabstand um 57,7 Prozent zu, hier sticht der Bereich medizinische und pharmazeutische Produkte mit eine großen Anstieg hervor. Die Exporte kletterten um 21,6 Prozent, was auf eine breit gestreute Produktpalette zurückzuführen ist. Auch die Exporte in die Schweiz stiegen mit 17,3 Prozent stark, während die Importe aus dem Nachbarland um 4,4 Prozent zulegten. Die österreichischen Exporte nach China fielen um 4,6 Prozent, während die Importe aus dem Reich der Mitte um 14,1 Prozent anstiegen.

Im März alleine stiegen die Importe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,7 Prozent auf 11,69 Mrd. Euro, die Exporte um 4 Prozent auf 11,78 Mrd. Euro. Die Handelsbilanz war daher mit 0,09 Mrd. Euro im Plus. Mit der EU gab es ein Handelsdefizit von 0,34 Mrd. Euro (Importe von 8,40 Mrd. Euro/plus 1,9 Prozent und Exporte von 8,06 Mrd. Euro/plus 0,8 Prozent). Mit Drittstaaten gab es einen Überschuss von 0,43 Mrd. Euro (Importe 3,29 Mrd. Euro/plus 8,5 Prozent und Exporte 3,72 Mrd. Euro/plus 11,6 Prozent).

(Quelle: S24)

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