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ÖVP stellt alle Klagen gegen SPÖ und Silberstein ein

Die Affäre rund um Tal Silberstein hat den Wahlkampf im Herbst dominiert. APA/AFP/JACK GUEZ/Archiv
Die Affäre rund um Tal Silberstein hat den Wahlkampf im Herbst dominiert.

Die ÖVP stellt in der Dirty Campaigning-Affäre aus dem Nationalratswahlkampf alle Klagen gegen die SPÖ sowie deren ehemaligen Berater Tal Silberstein ein. Das gab die Volkspartei am Montag gegenüber der APA bekannt. "Wir sind mit Sebastian Kurz und der neuen Volkspartei angetreten, einen neuen Stil in der Politik zu etablieren. Dazu gehört auch, Vergangenes ruhen zu lassen", so das Statement.

Sämtliche Klagen und Anzeigen gegen die SPÖ und Tal Silberstein beim Handelsgericht Wien und dem Landesgericht für Strafsachen in Wien werden nicht weiter verfolgt, hieß es aus der ÖVP. Mit dem Silberstein-Partner Peter Puller habe die ÖVP bereits einen Vergleich durchgesetzt.

Darum ging es in der Causa Silberstein

In der Causa ging es um verdeckte Pro- und Anti-Sebastian Kurz-Facebookseiten, die ein Team rund um Puller im Auftrag von SPÖ-Berater Silberstein erstellt hatte. Dabei war seitens der ÖVP der Vorwurf der Verhetzung und des Verstoßes gegen das Verbotsgesetz aufgrund teils antisemitischer Inhalte auf diesen Seiten erhoben worden. Gegenüber Puller wurde seitens der ÖVP der Vorwurf der Kreditschädigung und üblen Nachrede laut.

Staatsanwaltschaft entkräftet Vorwürfe gegen Kurz

Betont wurde am Montag seitens der ÖVP auch, dass alle Vorwürfe, die (seitens der SPÖ) gegen Mitarbeiter von ÖVP-Chef und Bundeskanzler Sebastian Kurz erhoben worden waren, von der Staatsanwaltschaft bereits entkräftet worden seien. Daher gebe es keinen weiteren Bedarf mehr für eine Klarstellung, so die ÖVP. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft hatte bereits im vergangenen November bestätigt, dass sie kein Ermittlungsverfahren gegen den ehemaligen Sprecher (und jetzigen Kommunikationschef) von Kurz einleitet. Die SPÖ hatte zuvor eine Anzeige eingebracht und dem Sprecher vorgeworfen, Puller 100.000 Euro für Informationen über den roten Wahlkampf geboten zu haben.

(APA)

(Quelle: S24)

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