Jetzt Live
Startseite Welt
Russischer Lieferstopp

OMV bekommt 70 Prozent weniger Gas als bestellt

Kreml weist Schuld von sich

Gazprom hat die Lieferungen durch Nord Stream 1 nicht mehr aufgenommen
In Österreich kommt nach dem erneuten Stopp russischer Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 wieder etwas weniger Gas an. 

In Österreich kommt nach dem erneuten Stopp russischer Lieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 nun wieder etwas weniger Gas an.

"Wir erhalten derzeit rund 30 Prozent der nominierten Mengen am Knoten Baumgarten", sagte ein Sprecher des Wiener Öl- und Gaskonzerns OMV am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters. Vor der Wartung der wichtigen Ostsee-Pipeline waren es etwa 40 Prozent der bestellten Mengen. Moskau weist die Schuld an dem Lieferstopp dem Westen zu.

Kein Gas über Nord Stream 1

Nach einer dreitägigen Wartung von Nord Stream 1 vergangene Woche hat die Gazprom die Lieferungen nicht mehr aufgenommen. Der Gaspreis schnellt schon regelrecht in die Höhe. Begründet wurde das mit einem technischen Defekt in der Kompressorstation Portowaja. Bis dieser behoben sei, könne kein Gas mehr fließen. Im Westen wurden Zweifel an dieser Version geäußert und ein politischer Hintergrund für den Lieferstopp vermutet.

symb_gas APA/BARBARA GINDL
(SYMBOLBILD)

Gaspreis schnellt nach russischem Lieferstopp in die Höhe

Der Gaspreis steigt massiv und beträgt jetzt schon 35 Prozent mehr als am Freitag. Grund dafür ist der russische Lieferstopp durch die Pipeline Nord Stream 1.

Russland weist Schuld von sich

Der Kreml hat die Schuld für die Einstellung der Gaslieferungen über Nord Stream 1 dagegen von sich gewiesen und den Westen dafür verantwortlich gemacht. "Wir sehen endlose Versuche, die Verantwortung für das Geschehen irgendwie auf uns abzuwälzen, wir weisen diese Versuche kategorisch zurück und bestehen darauf, dass der kollektive Westen - in dem Fall die EU, Kanada und Großbritannien - daran Schuld hat, dass die Situation am jetzigen Punkt angekommen ist", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Montag.

Das sei keine "haltlose" Behauptung, betonte Peskow. Die Aussage beruhe auf konkreten Fakten zu den Turbinen, ihrer Reparatur und ihrem Transport, so der Kremlsprecher. Er hoffe, dass die letzte verbliebene Turbine in der Kompressorstation Portowaja sich irgendwie reparieren lasse, sagte Peskow.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 04.12.2022 um 06:52 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/omv-bekommt-rund-70-weniger-gas-als-bestellt-126620932

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel. Starte die Diskussion.

Kommentare anzeigen K Kommentare ausblenden Esc Teile uns deine Meinung mit.

Mehr zum Thema