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ORF und Armin Wolf entschuldigen sich für "Kränkung" Mitterlehners

Mitterlehner fühlte sich von einer ORF-Moderation gekränkt. APA/GEORG HOCHMUTH
Mitterlehner fühlte sich von einer ORF-Moderation gekränkt.

Der ORF entschuldigt sich nach der harschen Kritik des scheidenden ÖVP-Chefs und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner für den "Django"-Scherz in der "Zeit im Bild 2" am Dienstag. Man müsse "zur Kenntnis nehmen, dass dies von Mitterlehner als persönliche Kränkung verstanden wurde, dies tut uns leid", erklärte TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher in einem Statement.

"Wenn sich jemand gekränkt fühlt, dann tut man gut daran, dies auch ernst zu nehmen", so Dittlbacher - dies "ungeachtet der aktuellen politischen Situation, die ja heute im Rücktritt des Vizekanzlers gemündet ist". Die "Illustration einer ZiB-2-Moderation mit einem alten Filmplakat der 'Django'-Serie hat Vizekanzler Reinhold Mitterlehner ganz offensichtlich verärgert". Dittlbacher betonte am Mittwoch, die Redaktion habe Bezug auf Mitterlehners CV-Couleurnamen Django genommen, mit dem der ÖVP-Chef selbst gern spielte. So gab es Mitterlehner in Django-Montur etwa als Pappkameraden und Selfie-Partner zu bewundern, die Partei verteilte "Django - Black is back"-Sheriffsterne. Im Jahr 2015 lud Mitterlehner Parteifreunde ins Kino zu einer Sondervorstellung von Quentin Tarantinos "Django unchained".

Armin Wolfs Morderation kränkt Mitterlehner

ZiB 2-Anchor Armin Wolf hatte einen Beitrag über die Koalitionsquerelen indes mit einem Plakat für eine alte Original-Djangoproduktion anmoderiert - nämlich "Django. Die Totengräber warten schon" (1968, Regie: Enzo G. Castellari). "Reinhold Mitterlehner hat sich durchaus gern als Django inszenieren lassen. Aber dieser Tage erinnert er sich von den vielen Django-Filmen vielleicht am ehesten an diesen da." Mitterlehner hatte das am Mittwoch "den letzten Mosaikstein" für seine Entscheidung zum Rücktritt genannt - und quasi als Post Skriptum in den Raum gestellt, dass er sich demnächst der Organisation eines "Volksbegehrens für einen objektiven ORF" widmen könnte.

(APA)

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