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OSZE: Immer mehr Brennpunkte in der Ostukraine

In der Ostukraine wird nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an immer mehr Stellen gekämpft. "Wir zählen immer mehr Brennpunkte", sagte der Vizechef der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine, Alexander Hug, der Deutschen Presse-Agentur in Wien.

"Es gibt eine Eskalation". Die Kämpfe zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen fänden dabei zunehmend in bewohnten Gebieten statt.

Beide Seiten hätten zudem zuletzt immer mehr Landminen gelegt, sagte Hug. Sie verstießen außerdem gegen das Minsker Abkommen vom Februar dieses Jahres, indem sie schwere Geschütze in die Konfliktregion brächten, anstatt sie abzuziehen. "Es gibt derzeit einen deutlichen Abwärtstrend."

Bei heftigem Beschuss im ostukrainischen Kriegsgebiet wurden sechs Soldaten innerhalb von 24 Stunden getötet, sagte Militärsprecher Andrej Lyssenko am Samstag in Kiew. Vor allem bei der Separatistenhochburg Donezk sei die Lage gespannt.

Die prorussischen Aufständischen berichteten Agenturen zufolge von zwei verletzten Zivilisten bei Angriffen der Regierungstruppen. Nach Darstellung der Separatisten verstieß die ukrainische Armee zuletzt rund 100 Mal gegen die Feuerpause. Der Verwaltung von Donezk zufolge wurden mehrere Stadtviertel beschossen.

Die Konfliktparteien hatten sich am 12. Februar unter anderem auf eine Waffenruhe im Frontgebiet geeinigt. Seitdem wurde aber fast täglich dagegen verstoßen. Nach UNO-Schätzungen wurden seit Beginn des Blutvergießens im April 2014 mehr als 6.400 Menschen in der Ostukraine getötet.

(Quelle: S24)

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