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"Oumuamua": Forscher suchen auf Asteroid nach Alien-Technologie

Zum ersten Mal haben Astronomen im Oktober in unserem Sonnensystem einen Asteroiden aus dem interstellaren Raum untersuchen können. Doch was, wenn es sich dabei um ein UFO und nicht um einen Asteroiden handelt? Aufgrund der ungewöhnlichen Flugbahn des Objekts, wird es nun auf Radiosignale hin untersucht.

Beobachtungen mit dem Very Large Telescope der Europäischen Südsternwarte ESO in Chile und anderen Observatorien weltweit zeigten, dass der Asteroid "Oumuamua" vor seinem Besuch in unserem Sonnensystem Millionen von Jahren durch den Weltraum gereist ist, so die ESO.

Langgezogenes metallisches oder felsiges Objekt

Die Forscher berichteten über ihre Beobachtungen in der Fachzeitschrift "Nature". Bei "Oumuamua" scheint es sich demnach um ein dunkelrotes, langgezogenes metallisches oder felsiges Objekt zu handeln. Entdeckt wurde der Asteroid aus den Tiefen des Weltalls am 19. Oktober - als schwacher Lichtpunkt, der sich über den Himmel bewegte.

Mysteriöser Asteroid

Zunächst sah das Objekt laut ESO aus wie ein typischer kleiner Asteroid, der sich mit hoher Geschwindigkeit bewegte. Genaue Berechnungen seiner Bahn enthüllten jedoch ohne jeden Zweifel, dass dieser Himmelskörper nicht wie alle anderen zuvor beobachteten Asteroiden oder Kometen aus unserem Sonnensystem stammte.

Interstellarer Besucher

"Oumuamua" kam vielmehr aus dem interstellaren Raum. Die Forscher fanden heraus, dass der Himmelskörper bereits im September den sonnennächsten Punkt seiner Bahn erreicht hatte und sich bereits wieder von unserem Zentralgestirn weg bewegte.

"Oumuamua" ist rund 400 Meter lang

Die anschließenden Beobachtungen ergaben, dass "Oumuamua" sehr langgezogen ist und sich alle 7,3 Stunden um seine eigene Achse dreht. Zudem weist der Himmelskörper eine dunkelrote Farbe auf. Die Wissenschafter gehen davon aus, dass "Oumuamua" ein kompaktes Objekt ist - möglicherweise aus Gestein oder mit einem hohen Metallanteil. Seine Länge dürfte mindestens 400 Meter betragen. Vorläufige Bahnberechnungen legen nahe, dass das Objekt ungefähr aus der Richtung stammt, in der sich heute der helle Stern Wega im Sternbild Leier befindet.

Asteroid oder ein gigantisches UFO?

Nun wollen Astronomen das mysteriöse Objekt genauer unter die Lupe nehmen. Mithilfe des "Green Bank Telescope" im US-Bundesstaat West Virginia soll der Himmelskörper auf Radiosignale hin untersucht werden. Wissenschaftler des „Breakthrough Listen“-Projekts – ein privates Programm, das sich mit der Suche nach außerirdischen Zivilisationen beschäftigt – untersuchen ab Mittwoch das zigarrenförmige Objekt.

"Höchstwahrscheinlich ist das Objekt natürlichen Ursprungs. Aber da es so besonders ist, würden wir gerne überprüfen, ob es Anzeichen auf einen künstlichen Ursprung gibt, wie etwa Radiosignale", zitiert The Guardian Astronomer Avi Loeb von der Harvard University. Sollte ein solches Signal aufscheinen, würden die Wissenschaftler sofort Bescheid wissen.

Interstellare Objekte besuchen zwei Mal im Jahr Sonnensystem

Astronomen schätzen, dass etwa einmal pro Jahr ein interstellarer Asteroid wie "Oumuamua" durch unser inneres Sonnensystem hindurchfliegt. Da solche Objekte aber sehr lichtschwach sind, konnten sie bisher nicht beobachtet werden. Erst seit kurzem sind laut ESO irdische Durchmusterungsteleskope leistungsfähig genug, um überhaupt eine Chance auf die Entdeckung solcher Himmelskörper zu bieten.

(APA/SALZBURG24)

Aufgerufen am 17.11.2018 um 05:39 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/oumuamua-forscher-suchen-auf-asteroid-nach-alien-technologie-57559642

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