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Papst spricht in Friedensbotschaft über Sklaverei

Papst Franziskus ist gegen menschliche Ausbeutung Salzburg24
Papst Franziskus ist gegen menschliche Ausbeutung

Papst Franziskus macht das Phänomen der modernen Sklaverei zum Thema seiner Friedensbotschaft für den kommenden Weltfriedenstag am 1. Jänner. Am Mittwoch wurde der Text im Vatikan durch Kardinal Peter Turkson, Präsident des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, vorgestellt.

Hauptthema der Botschaft ist die moderne Sklaverei und der Menschenhandel, berichtete Radio Vatikan. Der Papst zählt in dem Text verschiedene Formen auf, ausgebeutete Arbeiter, Prostitutierte und Flüchtlinge, die in die Hände von Schlepper geraten, zwangsverheiratete Frauen und die vielen verkauften Kinder. Die Wurzel all dieser Formen von Sklaverei sei dieselbe: Menschen würden als Objekte, als Dinge behandelt. Würde, Geschwisterlichkeit und Freiheit würde auf Besitz reduziert.

Neben dieser Wurzel allen Übels nennt der Papst in seiner Botschaft auch eine ganze Reihe konkreter Gründe: darunter Armut, Unterentwicklung und Ausschluss von Bildung und Arbeitswelt. Auch die Korruption sei eine Komplizin, sie zerstöre die Ordnung, die eigentlich Schutz versprechen sollte. Papst Franziskus nennt auch noch Krieg und Gewalt als Ursachen für moderne Sklaverei, Kriminalität und den Terrorismus.

Das alles finde statt im Raum der allgemeinen Gleichgültigkeit, so der Papst weiter. Er lobte den Einsatz vor allem von Ordensfrauen in der Kirche für die Opfer von Sklaverei, mahnte aber auch weltweite gemeinsame Aktionen gegen den Menschenhandel an. Staaten, überstaatliche Organisationen, Firmen und Zivilgesellschaft müssten zusammen wirken, um Sklaverei endgültig ausrotten zu können. Es gehe um ein weltweites Phänomen, das nur weltweit bekämpft werden könne.

Es brauche eine Globalisierung der Solidarität, nicht der Gleichgültigkeit, greift der Papst einen von ihm schon öfter genutzten Begriff auf. Er lade alle Menschen dazu ein, in ihrer Umwelt und in ihrer jeweiligen Verantwortlichkeit Gesten der Geschwisterlichkeit unter den Menschen zu setzen. Das seien die Schritte, die zu der von ihm geforderten Globalisierung der Solidarität führten, schließt der Papst seine Botschaft.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.04.2021 um 07:51 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/papst-spricht-in-friedensbotschaft-ueber-sklaverei-46170370

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