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Post AG verdiente zu Jahresbeginn weniger

Pakete hui, Briefe pfui - so liest sich die Post-Bilanz Salzburg24
Pakete hui, Briefe pfui - so liest sich die Post-Bilanz

Die Österreichische Post hat im 1. Quartal 2016 weniger verdient, geht aber von einem stabilen Ergebnis im Gesamtjahr aus. Die Bundespräsidenten-Wahl spült durch Werbeaussendungen, Wahlkarten und Wählerbenachrichtigungen drei bis dreieinhalb Millionen Euro in die Kassa des teilstaatlichen Unternehmens. Bei einem Jahresumsatz von zwei Milliarden Euro ist das allerdings ein überschaubarer Betrag.

Der Rückgang im Briefgeschäft hat sich erwartungsgemäß in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres fortgesetzt, dafür wächst weiterhin das Paketgeschäft dank Onlinehandels. Die verlustreiche deutsche Pakettochter trans-o-flex wurde inzwischen endgültig abgeschrieben. Beim türkischen Paketzusteller Aras sollen - wie geplant - weitere 50 Prozent im 2. Quartal erworben werden. Die ersten 25 Prozent haben 50 Mio. Euro gekostet, die 50 Prozent sollen, aufgrund besserer Geschäftszahlen, rund 120 Mio. kosten.

Der Personalstand der Post sank innerhalb eines Jahres von 23.330 auf 22.952 Mitarbeiter (davon 17.359 in Österreich), die Personalkosten im 1. Quartal betrugen 286,4 Mio. Euro. Der Rückgang bei den Beschäftigten entfiel primär auf den Brief- und Filialbereich. Dabei nimmt das Service der Post zu. Die Samstagzustellung wird inzwischen flächendeckend angeboten, und auch die Abendzustellung wird ausgebaut, so Postchef Georg Pölzl am Freitag bei der Präsentation der Quartalszahlen. Bei der Kofferaumzustellung läuft ein Pilotprojekt mit dem Sanitärgroßhändler ÖAG in Linz.

Mit 1. Juni startet die Post ihr Pilotprojekt "Energiekosten-Rechner". Dieser bietet Tarifvergleiche an, der Anbieterwechsel kann dann in der Postfiliale erfolgen. Ab Mitte Juli soll das Service in allen Filialen zur Verfügung stehen.

Für das Gesamtjahr erwartet Pölzl eine stabile Entwicklung auf Vorjahresniveau. In den ersten drei Monaten 2016 ging das Betriebsergebnis (Ebit) um 5,3 Prozent auf 51,1 Mio. Euro zurück. Der Umsatz gab um 1,2 Prozent auf 592,8 Mio. Euro nach. Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit blieb mit 60,1 Mio. Euro stabil. Die Eigenkapitalquote liegt weiterhin bei 41 Prozent.

Der Umsatz der Division Brief, Werbepost & Filialen reduzierte sich im Berichtszeitraum um 1,9 Prozent auf 370,5 Mio. Euro. Im Bereich Briefpost & Mail Solutions lag der Umsatz im ersten Quartal 2016 mit 204,9 Mio. Euro um 0,7 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz der Division Paket & Logistik blieb im ersten Quartal 2016 mit 222,3 Mio. Euro stabil.

"Wir hatten eine ruhige Entwicklung", so der Rückblick von Pölzl. Die Dividendenausschüttung von 132 Mio. Euro, die zu Wochenbeginn von der Arbeiterkammer als zu hoch kritisiert wurde, verteidigt der Postchef. Sie liege auf Höhe der Investitionen und sei durchaus leistbar. Die Hälfte der Ausschüttung geht an den Staat, da dieser 53 Prozent an dem börsenotierten Unternehmen hält.

(Quelle: S24)

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