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Präsidententreffen Armenien-Aserbaidschan in Wien

Wegen des blutigen Konflikts um die Region Berg-Karabach wollen die Präsidenten der beiden Streitparteien Armenien und Aserbaidschan am Montag in Wien zu Gesprächen zusammenkommen. Das Treffen von Serzh Sarksyan mit Ilham Aliyev komme unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa zustande, wie die OSZE am Donnerstag mitteilte.

Dem russischen Vize-Außenminister Grigori Karassin zufolge könnten auch US-Außenminister John Kerry, sein französischer Amtskollege Jean-Marc Ayrault und der russische Außenminister Sergej Lawrow teilnehmen. Die drei Politiker befinden sich kommende Woche zu Beratungen zu Syrien und Libyen in Wien.

Anfang April eskalierte der Konflikt um Berg-Karabach seit dem Waffenstillstand von 1994 in bisher folgenschwerster Weise: Mehr als 120 Menschen starben bei Gefechten. Trotz einer Erneuerung der Waffenruhe kam es zu weiteren Spannungen zwischen den Ex-Sowjetrepubliken Armenien und Aserbaidschan.

Der Nationalitätenkonflikt um Berg-Karabach entbrannte bereits vor dem Zerfall der UdSSR. Zwischen 1988 und 1994 starben rund 20.000 Menschen im Krieg um das heute fast nur noch von Armeniern bewohnte Gebiet innerhalb Aserbaidschans. Rund eine Million Menschen wurde vertrieben. Die Region ist mit 4.400 Quadratkilometern etwas größer als das Burgenland und hat rund 150.000 Einwohner. 1994 wurde ein Waffenstillstand geschlossen, er wurde aber immer wieder gebrochen.

Die internationale Gemeinschaft betrachtet Berg-Karabach weiterhin als Teil Aserbaidschans. Baku hat aber weder Kontrolle über den Großteil der Region noch über die umliegenden besetzten Gebiete. Die international nicht anerkannte "Republik Nagorny-Karabach" lehnt sich eng an Armenien. Armenien wiederum ist stark von Russland abhängig.

(Quelle: S24)

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