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Praktikanten entgeht jährlich ein Verdienst von 174 Millionen Euro

Viele Praktikanten arbeiten in wissenschaftlichen Berufen Salzburg24
Viele Praktikanten arbeiten in wissenschaftlichen Berufen

Praktikanten bekommen noch immer zu wenig oder oftmals gar kein Geld, beklagt die Gewerkschaft. Deren Berechnungen zufolge entgehen Pflichtpraktikanten dadurch im Jahr 174 Mio. Euro an Verdienst. Aber auch der Sozialversicherung gehen Millionen durch die Lappen - laut Gewerkschaft 69 Mio. Euro.

Auf Basis der Anzahl der Schüler und Studenten, die Pflichtpraktika absolvieren müssen, und der durchschnittlichen Studiendauer wurde geschätzt, wie viele Betroffene jährlich ein Pflichtpraktikum machen. Dann wurden die vorliegenden Informationen zum Verhältnis der bezahlten und unbezahlten Praktika sowie der Höhe der Bezahlungen bei Pflichtpraktika verwendet, um das Ausmaß der Bezahlung zu schätzen, erläuterte die Gewerkschaft GPA-djp.

38 Prozent der Praktika unbezahlt

In Österreich müssen etwa 31.000 FH-Studierende, 180.000 Schüler und Schülerinnen sowie 66.000 Studenten ein Pflichtpraktikum machen. Nach wie vor seien 38 Prozent der Praktika unbezahlt, so die Arbeitnehmervertreter. Zehn Prozent verdienen weniger als 300 Euro monatlich. 14 Prozent bekommen 300 bis 500 Euro brutto im Monat. 18 Prozent erhalten zwischen 500 und 800 Euro monatlich. Acht Prozent werden mit zwischen 800 und 1.000 Euro brutto im Monat entlohnt, zwölf Prozent erhalten 1.000 bis 1.300 Euro. Die meisten Praktika werden in den Branchen Medien, PR, Verlagswesen, in Kreativberufen, Wissenschaft, Forschung, IT und in technischen Berufen gemacht.

Die Gewerkschaft initiierte im Juli 2014 die Plattform Watchlist Praktikum. Seither gab es über 80.000 Klicks und mehr als 300 Meldungen von Praktikanten. "Teilweise werden wirklich schockierende Zustände geschildert", so die zuständige Leiterin in der Gewerkschaft, Veronika Kronberger. Sie fordert eine Entlohnung nach den kollektivvertraglichen Entgeltregelungen - etwa für Schüler nach der jeweiligen Lehrlingsentschädigung. Sonst soll ein branchen- und ortsübliches Entgelt bezahlt werden.

(APA)

(Quelle: S24)

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