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Putin nimmt an Weltkriegsfeiern in Paris teil

Putin kommt nach Paris APA (Archiv)
Putin kommt nach Paris

Der russische Präsident Wladimir Putin wird in Paris an der Gedenkfeier zum Ende des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren teilnehmen. Putin werde am 11. November bei der Zeremonie auf der Prachtstraße Champs-Elysees dabei sein, sagte sein Berater Juri Uschakow am Dienstag in Moskau. US-Präsident Donald Trump hatte im August seine Teilnahme an der Feier in der französischen Hauptstadt angekündigt.

Ein Treffen Putins und Trumps in Paris sei nicht geplant, sagte Uschakow. Nach seinen Angaben will der russische Staatschef seinen französischen Kollegen Emmanuel Macron zu einem Arbeitsfrühstück treffen und Blumen am Denkmal für russische Soldaten in Paris niederlegen.

Wie Uschakow weiter mitteilte, will Trumps Sicherheitsberater John Bolton Anfang kommender Woche nach Moskau reisen, um seinen russischen Kollegen Nikolai Patruschew zu treffen. Ein Treffen Boltons mit Putin sei nicht geplant. Laut Uschakow gibt es derzeit auch keine Pläne für ein Treffen Putins und Trumps - auch nicht am Rande der Feierlichkeiten in Paris.

Trump und Putin hatten sich im Juli in Helsinki zu ihrem ersten bilateralen Gipfel getroffen. Die Beziehungen zwischen den USA und Russland sind angespannt. Die US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich in den US-Wahlkampf zugunsten von Trump eingemischt zu haben, der um ein gutes Verhältnis zu Putin bemüht ist. Trump hatte nach dem Helsinki-Gipfel massive innenpolitische Kritik einstecken müssen, weil er sich in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin nicht klar hinter die eigenen Sicherheitsbehörden in der Frage der russischen Einmischung in den US-Wahlkampf gestellt hatte.

Washington wirft Moskau aber auch vor, für den Giftanschlag auf den russischen Doppelagenten Sergej Skripal in England verantwortlich zu sein. Für Spannungen sorgt seit Jahren zudem der Ukraine-Konflikt, in dem Moskau prorussische Rebellen unterstützt.

Am 11. November jährt sich die Kapitulation des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg zum 100. Mal. Der 11. November wird in Frankreich und Großbritannien traditionell als Tag des Gedenkens an die Gefallenen der Kriege begangen. Russland kämpfte im sogenannten "Großen Krieg" an der Seite der beiden Ententemächte sowie der USA, die im Jahr 1917 in den Krieg eingetreten waren. Seinen Ausgang nahm der Krieg im Juli 1914, als Österreich-Ungarn dem russischen Verbündeten Serbien wegen des Mordanschlags auf Thronfolger Franz Ferdinand in Sarajevo den Krieg erklärt hatte. Damit setzte sich eine Bündnisautomatik in Gang, die innerhalb weniger Tage alle großen Mächte des Kontinents in den Krieg verstrickte.

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

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