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Putin verspricht bei Manöver weitere Stärkung der Armee

Das russische Militärmanöver wird vom Ausland genau beobachtet APA (AFP/Sputnik)
Das russische Militärmanöver wird vom Ausland genau beobachtet

Russlands Präsident Wladimir Putin hat eine weitere Stärkung der Armee angekündigt. Sie solle dabei mit Waffen der neuesten Generation ausgestattet werden, sagte Putin am Donnerstag bei dem im Osten Sibiriens stattfindenden Großmanöver Wostok-2018. Er lobte auch die militärische Kooperation mit den Nachbarn China und Mongolei.

An der Militärübung nehmen nach offiziellen Angaben 300.000 russische Soldaten sowie mehr als 1.000 Militärflugzeuge und -hubschrauber sowie bis zu 36.000 Panzer teil. Außerdem gibt es gemeinsame Manöver mit chinesischen Streitkräften. Die Übung ist die größte seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991. "Es ist das erste Mal, dass unsere Streitkräfte solch einem schwierigen und umfangreichen Test unterzogen werden", sagte Putin.

In einer Ansprache vor angetretenen Soldaten sagte Putin, Russland sei ein friedliches Land, das zur Kooperation mit allen interessierten Staaten bereit sei. Zugleich unterstrich er die Pflicht der Soldaten, bereit zu sein, die Souveränität und die nationalen Interessen Russlands und seiner Verbündeten zu verteidigen.

Dabei lobte Putin auch die militärische Kooperation mit den Nachbarn China und Mongolei. "Unsere Waffenbrüderschaft hat eine lange und feste Tradition", sagte Putin. Die Streitkräfte der drei Länder sorgten gemeinsam für Stabilität und Sicherheit in Asien, sagte Putin der Agentur Tass zufolge. Russland werde um seiner Sicherheit willen seine Streitkräfte weiter ausbauen und trainieren. Russland sei aber friedlich, betonte der Putin. "Es gibt bei uns keine aggressiven Pläne und wird keine geben."

Russland und China haben in den vergangenen Jahren gemeinsam an internationalen Manövern teilgenommen. Für Wostok 2018 hat China aber erstmals Soldaten zu einer russischen Übung geschickt. Das Manöver habe die Freundschaft und das Vertrauen gestärkt, zitierte Tass einen ranghohen Vertreter des chinesischen Generalstabs. Chinas Staatschef Xi Jinping hatte am Dienstag und Mittwoch bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok am Pazifik mit Putin gesprochen. Einen gemeinsamen Manöverbesuch gab es nicht.

Die NATO hat angesichts wachsender Spannungen zwischen westlichen Staaten und Russland angekündigt, das Manöver genau zu beobachten. Vor allem Polen und die baltischen Staaten fühlen sich zunehmend von Russland bedroht. Die westliche Allianz hat deswegen Verstärkung dorthin verlegt. Auch die USA, die militärisch in der Asien-Pazifik-Region präsent sind, wollen die Übungen verfolgen.

(APA/ag.)

Aufgerufen am 10.12.2018 um 09:11 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/putin-verspricht-bei-manoever-weitere-staerkung-der-armee-60188767

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