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Einladung aus London

US-Präsident Trump trifft Queen

Donald und Melania reisen im Juni nach London
Donald und Melania Trump kommen auf Staatsbesuch nach London (Archivbild).

US-Präsident Donald Trump will in zwei Monaten nach Europa reisen. Erste Station sei vom 3. bis 5. Juni Großbritannien, teilte die Regierung in Washington mit. Nach britischen Angaben steht unter anderem ein Treffen mit Premierministerin Theresa May auf dem Programm. Danach folgt Frankreich.

"Das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten pflegen eine tiefe und dauerhafte Partnerschaft, die in der gemeinsamen Geschichte und den gemeinsamen Interessen begründet ist", erklärte May. Trump wird nach Paris weiterreisen, wo er am 6. Juni vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron erwartet wird. Die Reisedaten fallen zusammen mit den Feierlichkeiten zum 75. Jahrestag der Landung alliierter Truppen an der Küste der Normandie ("D-Day"), die einen der Wendepunkte im Zweiten Weltkrieg darstellt.

Trump-Besuch in London umstritten

Damit kommt Trump auch zu seinem Staatsbesuch im Vereinigten Königreich. Der amerikanische Präsident und First Lady Melania nahmen eine Einladung der Queen an, teilten der Buckingham Palace in London und das Weiße Haus in Washington am Dienstag mit. Die Königin entspricht damit dem Wunsch der britischen Regierung. Der Trump-Besuch ist jedoch höchst umstritten. Es wird mit massiven Protesten gerechnet.

Premierministerin May hatte die Einladung an Trump bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Jahr 2017 ausgesprochen. Sie stieß damit in ihrem Land auf Empörung. Eine Staatsbesuch wird anders als ein normaler Arbeitsbesuch mit dem ganzen Pomp des Königshauses zelebriert und gilt als besondere Ehrung.

Hoffnung auf Handels-Deal

"Der Staatsbesuch ist eine Gelegenheit, unsere bereits enge Beziehung in Bereichen wie Handel, Investitionen, Sicherheit und Verteidigung zu stärken", erklärte May einer Mitteilung zufolge. London hofft vor allem auf ein lukratives Handelsabkommen mit Washington nach dem geplanten EU-Austritt.

Parlamentspräsident John Bercow hatte einst angekündigt, den US-Präsidenten nicht wie gewöhnlich für eine Rede im Palace of Westminster zu empfangen. Indirekt warf er Trump Rassismus und Sexismus vor. Am Dienstag sagte er, eine solche Anfrage, wenn es sie gäbe, werde nach den üblichen Kriterien geprüft.

Trump düpiert May

Einen Vorgeschmack gab es im Juli 2018, als Trump zu einem mehrtägigen Arbeitsbesuch nach Großbritannien kam. Er war in der Botschafterresidenz in London untergebracht, nahm aber nur Termine außerhalb der Hauptstadt wahr und reiste per Hubschrauber. Auf dem Programm stand auch ein Treffen mit der Queen auf Schloss Windsor.

Trump düpierte bei dem Besuch damals die Premierministerin mit einem Interview der Boulevardzeitung "The Sun". Er warf May vor, seine Ratschläge bezüglich des EU-Austritts ignoriert zu haben. 

Aus dem Weißen Haus hieß es am Dienstag, Trump werde neben seinem Treffen mit der Queen auch zu bilateralen Gesprächen mit May zusammenkommen. Zum 75. Jubiläum der alliierten Landung ist am 6. Juni in der Normandie eine große Gedenkveranstaltung mit Staats- und Regierungschefs geplant, an der auch der US-Präsident teilnehmen will. Bei Trumps Besuch in Frankreich ist laut Weißem Haus außerdem ein bilaterales Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron geplant.

(APA)

Aufgerufen am 20.05.2019 um 08:29 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/queen-laedt-us-praesident-trump-nach-london-ein-69217354

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