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Ukraine-Krieg, Woche 18

Raketen schlagen in Zentrum von Kiew ein

Gebäude in ukrainischer Hauptstadt zerstört

Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist Sonntag früh von mehreren Raketen getroffen worden. Eine Rakete habe ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen, schrieb Anton Heraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, auf Telegram. Dabei wurden laut Polizeiangaben fünf Menschen verletzt.

Eine weitere Rakete sei auf dem Gelände eines Kindergartens im zentralen Bezirk Schewtschenko eingeschlagen, hieß es. Dort hielten sich zu diesem Zeitpunkt keine Kinder auf. Die Rettungs- und Löscharbeiten dauerten in der Früh noch an. Im Wohnhaus sei ein Feuer ausgebrochen, drei Stockwerke seien teilweise zerstört worden, teilte der ukrainische Zivilschutz nach Angaben der Nachrichtenagentur Ukrinform mit.

Zerstörung Chuhuiv SERGEY BOBOK/AFP
Diese Bilder vom 24. Juni 2022 zeigen die Zerstörung in Chuhuiv, nachdem Russland die Angriffe auf die Ukraine in den vergangenen Tagen intensiviert hat.

Ukraine löst landesweiten Luftalarm aus

Landesweiter Luftalarm ist in der Nacht auf Samstag in der Ukraine ausgelöst worden. Das ging aus einer entsprechenden Übersicht zur Lage in dem Land hervor. Laut der ukrainischen Nachrichtenseite 24…

Die Explosionen seien zu hören gewesen, während die Sirenen für Luftangriffe ertönten. Das historische Viertel in der Innenstadt von Kiew beherbergt eine Reihe von Universitäten, Restaurants und Kunstgalerien. Es handelte sich um die ersten Raketenangriffe auf Kiew seit Wochen.

Ukrainische Luftabwehr schießt Rakete ab

Der Gouverneur von Kiew, Olexij Kuleba, berichtete vom Abschuss einer Rakete durch die Luftabwehr. Die Überreste des Geschoßes seien auf ein Dorf gefallen, fügte er hinzu. Nach Angaben des ukrainischen Luftwaffenkommandos griffen russische Streitkräfte mit verschiedenen Raketenarten Ziele in der West- und der Südukraine an.

Tscherkassy unter Beschuss

Bereits am Samstag hatte es einen Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Sarny gegeben, bei dem Behördenangaben zufolge mindestens drei Menschen getötet wurden. In der zentralukrainischen Stadt Tscherkassy waren am Sonntag Explosionen zu hören. Das teilt der Gouverneur der Region, Olexander Skitschko, über die Telegram-App mit. Einzelheiten nannte er nicht. Tscherkassy mit seinen knapp 300.000 Einwohnern ist seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Februar von Bombardierungen weitgehend verschont geblieben.

Russland nimmt Sjewjerodonezk ein

Russland griff nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Sonntag mehrere Ausbildungszentren der ukrainischen Armee mit Hochpräzisionswaffen an. Getroffen worden seien bei den Raketenangriffen Ziele in den Regionen Tschernihiw, Schytomyr und Lwiw, wie russische Nachrichtenagenturen berichteten. Nach russischen Angaben wurde unterdessen die Evakuierung eines Chemiewerks in Sjewjerodonezk wegen ukrainischer Attacken ausgesetzt. Russland hatte zuvor die Einnahme von Sjewjerodonezk bekannt gegeben. Laut der russischen Nachrichtenagentur TASS wurde das dortige Chemiewerk Asot von ukrainischer Seite beschossen, wodurch die Evakuierung darin befindlicher Personen nicht fortgesetzt werden konnte. Die Agentur berief sich dabei auf die örtliche Polizei.

Swjewjerodonezk APA/GROUPDF
Die Chemiefabrik "Asot" in Swjewjerodonezk in der Ukraine. Bild vom 4. Juni 2022.

Sjewjerodonezk nach Bürgermeister-Angaben in russischer Hand

Die Stadt Sjewjerodonezk in der Ostukraine ist nach Angaben ihres ukrainischen Bürgermeisters Olexander Strjuk vollständig von russischen Truppen besetzt.

45 russische Raketen treffen Ukraine an einem Tag

Nach Angaben eines hochrangigen Beraters des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj befinden sich auch nach dem Rückzug ukrainischer Truppen aus Sjewjerodonezk noch Spezialeinheiten in der Stadt, die das Artilleriefeuer auf die russischen Truppen steuern. Selenskyj zufolge ist sein Land am Samstag innerhalb eines halben Tages von 45 russischen Raketen getroffen worden. "Sie sind eine weitere Bestätigung unserer Position, dass Sanktionen gegen Russland nicht ausreichen." Sein Land benötige mehr militärische Hilfe.

Die Ukraine befinde sich in einer moralisch und emotional schwierigen Phase des Krieges. "Wir verstehen, dass wir den Staat immer noch schützen können", meinte das Staatsoberhaupt. Er wisse aber nicht, wie groß die Verluste und Anstrengungen noch sein werden, bis sich ein Sieg am Horizont abzeichne.

Selenskyj will eingenommene Städte zurückerobern

Selenskyj will die von Russland eingenommenen Städte zurückerobern. In seiner abendlichen Videoansprache verwies er am Samstag auf Sjewjerodonezk, Donezk und Lugansk. Auch Melitopol und Mariupol seien nicht vergessen. "Alle anderen Städte der Ukraine, die vorübergehend besetzt sind, werden ukrainisch sein", sagte der ukrainische Präsident. Am Montag soll Selenskyj per Video aus Kiew zum Treffen der Staats- und Regierungschefs aus sieben großen Industrienationen (G7) zugeschaltet werden, das auf Schloss Elmau in Bayern stattfindet.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 18.08.2022 um 01:32 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/raketen-schlagen-in-zentrum-von-kiew-ein-123333292

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