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Rauchen verboten: Kasernen und Fußball-EM werden nikotinfrei

Die österreichischen Bundesheerkasernen sollen rauchfrei werden. APA/Fohringer
Download von www.picturedesk.com am 31.05.2015 (14:59). ABD0023_20150410 - WIEN - ÖSTERREICH: ZU APA0123 VOM 10.4.2015 - Illustration zum Thema Rauchen / Rauchverbot / Raucher- und Nichtraucherbereiche. Im Bild: Zigaretten vor einem Nichtraucherlogo aufgenommen am Mittwoch, 7. Jänner 2015, in einem Kaffeehaus in Wien. Die Regierung hat sich auf ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie ab Mai 2018 geeinigt. (ARCHIVBILD VOM 7.1.2015) - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER - 20150107_PD9953

In Österreich greifen rund 2,3 Millionen zu Zigaretten. Österreich holt mit dem geplanten Gastro-Rauchverbot im Vergleich zu vielen anderen Staaten beim Nichtraucherschutz teilweise auf. Auch die Kasernen sollen bereits ab Juli 2015 rauchfrei werden. Frankreich geht gleich einen weiteren Schritt und will sämtliche Stadien während der Fußball-EM 2016 rauchfrei halten.

Für viele Proponenten der Maßnahme kommt aber die Umsetzung ab Mai 2018 viel zu spät. Dies geht aus zahlreichen Stellungnahmen aus Anlass des diesjährigen Welt-Nichtrauchertages am Sonntag hervor. Die Vertreter der Gesundheitsberufe-Konferenz forderten in Österreich am Freitag eine raschere Umsetzung des Gastro-Rauchverbots.

VCÖ fordert Rauchverbot in Autos

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) wünscht ein Rauchverbot in Autos, wenn Kinder an Bord sind. In Großbritannien wird das ab kommenden Herbst der Fall sein. Solche Verbote gibt es bereits in Griechenland, Zypern, Australien und Kanada. Der Wiener Sozialmediziner Michael Kunze wies darauf hin, dass ein Plus von einem Prozent bei den Zigarettenpreisen bewiesenermaßen mit einer Reduktion des Zigarettenkonsums um ein halbes Prozent einher geht. Österreichs Lungenfachärzte warnten vor Schmuggelzigaretten. Der Präsident der Präsident der Europäischen Gesellschaft für Öffentliche Gesundheit, Martin McKee, begrüßte das in Österreich geplante Gastro-Rauchverbot. Insgesamt müssten aber Staaten wie Österreich und Deutschland beim Zurückdrängen des Tabakkonsums im Vergleich zu vielen anderen Ländern noch erfolgreicher werden.

Bundesheer setzt Rauchverbot in Kasernen durch

Auch Österreichs Soldaten sollen seltener zum "Tschick" greifen. Deshalb setzt das Bundesheer demnächst das bereits angekündigte absolute Rauchverbot in allen Gebäuden um. Gelten soll es ab 1. Juli 2015. In den Außenbereichen gibt es künftig gekennzeichnete Raucherbereiche, "im Feld" darf weiter geraucht werden.

Kasernen und alle andere Gebäude werden mit 1. Juli komplett rauchfrei, wer auf Nikotin nicht verzichten kann, wird im Freien in Raucherzonen verwiesen. Bei Übungen auf Truppenübungsplätzen oder auf "besonders weitläufigen Liegenschaften" wird das Rauchen weiterhin überall - also ohne Raucherbereiche - erlaubt sein. Das Verteidigungsministerium verweist überdies auf begleitende Maßnahmen: So biete man den Mitarbeitern Unterstützung an, etwa mit Entwöhnungsprogrammen oder durch Arbeitsmediziner. Gute Erfahrungen habe man mit eigenen Seminaren gemacht, entsprechende Pilotprojekte gab es laut Ministerium in Tirol und beim österreichischen Kontingent im Kosovo. Im Herbst ist eines in Bosnien geplant.

Rauchfreie Fußball-EM 2016 in Frankreich

Die Fußball-Europameisterschaft kommendes Jahr in Frankreich wird ein rauchfreies Turnier. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat am Sonntag bekanntgegeben, dass bei der EURO 2016 (10. Juni - 10. Juli) in und um die zehn Stadien Rauchverbot herrscht. Verboten werden alle Tabakwaren sowie E-Zigaretten.

"Diese Politik ist eine der progressivsten bei Sport-Turnieren, und wir hoffen, dass dieser Maßstab auch bei anderen Bewerben innerhalb und außerhalb des Fußballs angewendet wird", erklärte Matthew Philpott, Direktor des European Healthy Stadia Network.

(APA)

(Quelle: S24)

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