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Rechtspopulistische AfD in Sachsen stärkste Kraft

AfD-Chefin Frauke Petry bei der Stimmabgabe APA (DPA)
AfD-Chefin Frauke Petry bei der Stimmabgabe

Die rechtspopulistische AfD hat bei der deutschen Bundestagswahl in Sachsen ihr deutschlandweit stärkstes Ergebnis eingefahren. Wie die Landeswahlleitung in der Nacht zum Montag in Kamenz mitteilte, wurde sie mit 27,0 Prozent der Stimmen und einem Vorsprung von nur 0,1 Prozentpunkten vor der CDU stärkste Kraft im Land.

Zudem sicherte sich die Partei von Landes- und Bundeschefin Frauke Petry drei Direktmandate. Ein weiteres ihrer bisher 16 gehaltenen Direktmandat musste die CDU an einen Kandidaten der Linken abgeben, die mit 16,1 Prozent das drittbeste Ergebnis einfuhren. Danach folgten die SPD mit 10,5, die FDP mit 8,2 und die Grünen mit 4,6 Prozent der Stimmen.

"CDU erstarrt seit langer Zeit"

Für die CDU in Sachsen sei das Ergebnis ein "Schlag ins Gesicht", sagte der Dresdner Politologe Hans Vorländer. Es werde deutlich, "dass sich die Menschen nicht mehr mit der CDU identifizieren, zumindest nicht mehr wie früher". Seit Jahrzehnten verliere die Partei. "Die CDU erstarrt ja eigentlich schon seit langer Zeit und weiß nicht, wohin sie sich bewegen soll", sagte der Professor der TU Dresden.

Petry sieht im Wahlerfolg der AfD den Ansporn, in den kommenden vier Jahren den "Regierungswechsel für 2021" vorzubereiten. Im Deutschen Bundestag werde die AfD die Ideen zur Sprache bringen, "die wir außerparlamentarisch auch schon präsentiert haben (...). Aber sie müssen mehrheitsfähig werden in Deutschland."

Spontan-Demo gegen Rechts in Leipzig

Angesichts der AfD-Wahlerfolge hatten sich am Sonntagabend mehrere hundert Menschen in Leipzig zu einer spontanen Demonstration gegen Rechts versammelt.

(APA/dpa)

(Quelle: S24)

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