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Regierungsspitze dankte Österreichern für Solidarität

Volle Spendenlager und viele freiwillige Helfer am Westbahnhof Salzburg24
Volle Spendenlager und viele freiwillige Helfer am Westbahnhof

Die Regierung hat ein Schreiben an die österreichischen Medien und die Bevölkerung in Sachen Flüchtlinge verfasst. Darin wird Einsatzkräften und Bevölkerung gedankt, gleichzeitig aber betont, dass diese Menschlichkeit und dieser Zusammenhalt in ganz Europa zu leben seien und sich die Regierung mit aller Kraft dafür einsetzen werde, eine faire Verteilung der Verantwortung zu erreichen.

In dem von Kanzler Werner Faymann (SPÖ) und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) gezeichneten Brief wird hervorgehoben, dass die Österreicher große Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und Zusammenhalt bewiesen und Menschen in Not die Hand gereicht hätten: "Dafür möchten wir ihnen von ganzem Herzen danken."

Der besondere Dank der Bundesregierung gilt Polizisten, Heer, Ländern und Gemeinden, den Hilfsorganisationen, den ÖBB und vor allem den vielen freiwilligen Helfern sowie "allen, die mitgeholfen haben, ein positives Klima der Hilfsbereitschaft zu erzeugen". "Österreich hat Menschlichkeit gezeigt", lobt die Regierungsspitze.

Dass geholfen wurde, begründete man damit, dass Österreich und Europa in diesen Tagen vor großen politischen und humanitären Herausforderungen stünden: "Tausende Menschen haben sich auf den Weg Richtung Europa gemacht, weil sie in ihren Heimatländern vor Krieg, Tod und Verfolgung fliehen mussten." Österreich und Deutschland hätten daher "Notmaßnahmen" gesetzt, die es tausenden Flüchtlingen möglich gemacht hätten, Schutz und Hilfe zu finden.

Ausgesprochen diplomatisch zeigte sich am Montag auch EU-Migrationskommissar Dimitris Avramopoulos bei seinem Besuch im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen. Freilich "könnten gewisse Dinge in den kommenden Tagen noch verbessert werden", sagte er nach einem gemeinsamen Besuch mit Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). "Allgemein handelt es sich aber um eine gastfreundliche und ordentliche Umgebung."

Er müsse "Österreich Lob dafür aussprechen, dieses Lager eingerichtet zu haben", fügte Avramopoulos hinzu. Die Flüchtlinge würden hier "auf eine sehr humane Art und Weise behandelt". Nach Angaben von Mikl-Leitner besuchte der EU-Kommissar nicht nur das Erstaufnahmezentrum, sondern auch die Zeltstadt auf dem Gelände der angrenzenden Sicherheitsakademie.

Avramopoulos nutzte die Gelegenheit auch, um 5,4 Mio. Euro EU-Soforthilfe für Österreich bekannt zu geben. Diese solle in die Verbesserung der Flüchtlings-Aufnahmekapazitäten sowie die administrative Kapazität zur Bearbeitung von Asylanträgen fließen.

(Quelle: S24)

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