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Ruhe und Aufräumarbeiten nach dem Sturm

Es gibt viel zu tun für die Einsatzkräfte APA (BFVMZ)
Es gibt viel zu tun für die Einsatzkräfte

Nach dem Sturm, der am Wochenende über große Teile Österreichs zog, ist der Montag im Zeichen von Aufräumarbeiten gestanden. In Oberösterreich herrschte großteils wieder Ruhe, für die Feuerwehren gab es noch einige kleinere Einsätze zu bewältigen. Auch in der Steiermark war man mit Aufräumen beschäftigt. Einige Haushalte waren vorerst noch ohne Strom.

Insgesamt waren in Oberösterreich am Sonntag 96.000 Haushalte im Bundesland von Stromausfällen betroffen, die meisten allerdings Sonntagabend wieder versorgt.

Sturm: Oberösterreich am Montag teilweise stromlos

39 Haushalte - 26 Einheiten in Neuhaus, zwei in St. Martin im Mühlkreis (Bezirk Rohrbach) und elf in Molln (Bezirk Kirchdorf) - mussten bis Montagmittag ausharren. Im Gebiet der Linz AG waren alle Kunden seit Sonntagabend wieder am Netz, Aufräumarbeiten und Reparaturen liefen am Montag noch weiter.

Bis zu 8.000 Feuerwehrleute in OÖ im Einsatz

Zu Spitzenzeiten waren am Sonntag mehr als 8.000 Feuerwehrleute im Einsatz gestanden. Insgesamt haben die Feuerwehren über 1.800 Einsätze absolviert. Im Bezirk Kirchdorf an der Krems war ein Feuerwehrfahrzeug Sonntagvormittag in einen Unfall verwickelt. Ein 53-Jähriger wollte in seinem Auto bei Micheldorf die Pyhrnpass Straße (B138) in Richtung Eisbach überqueren und übersah dabei den Einsatzwagen. Die Fahrzeuge kollidierten im Kreuzungsbereich. Der Unfall wurde für die Feuerwehrler gleich zum Einsatz: Sie befreiten die 80-jährige Beifahrerin des Autolenkers aus dem Pkw. Die Frau wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

14 Stück Sikawild brachen aus ihrem Gehege in Mondsee (Bezirk Vöcklabruck) aus. Dies gelang den durch den Sturm sehr aufgescheuchten Tieren an einer Stelle im Zaun, wo ein Unbekannter am Vormittag den Draht durchgezwickt hatte. Der Besitzer meldete einen Schaden von rund 10.000 Euro, teilte die Polizei am Montag mit. Man wisse mittlerweile, wo sich die zwei Hirsche und Mütter mit Jungtieren befinden, aber es gestalte sich schwierig, die immer noch sehr unruhigen Tiere zurück in das Gehege zu treiben, hieß es Montagvormittag.

Steiermark: 12.000 Haushalte ohne Strom

In der Steiermark waren landesweit am Sonntagnachmittag bis zu 12.000 Haushalte ohne Strom, am Montag waren es noch "einige Dutzend", hieß es vonseiten der Energienetze Steiermark. Diese sollten im Laufe des Tages aber wieder mit Energie versorgt sein, sagte Urs Harnik-Lauris, Sprecher der Energie Steiermark zur APA. Landesweit wurden bereits am Sonntag 150 Monteure in den Einsatz geschickt. "Es hat in nahezu allen Teilen des Landes Stromstörungen gegeben, die Aufräum- und Reparaturarbeiten werden noch Tage anhalten", sagte der Sprecher.

Vom Ausseerland bis Graz waren am Sonntag Bäume umgestürzt und Dächer abgedeckt worden. Im Bezirk Liezen war vor allem der Großraum Ausseerland, Gröbming, Irdning, Schladming, Ramsau und Mandling betroffen. Zahlreiche Bäume hielten dem Sturm nicht stand und stürzten auf Straßen. In Palfau ereignete sich ein Felssturz. Rund 650 Mann waren bei knapp 100 Einsätzen ausgerückt. Sie reparierten mehrere abgedeckte Hausdächer bzw. dichteten diese provisorisch mit Planen ab. In der Weststeiermark wurden knapp 25 Einsätze im Raum Stainz und südlich von Deutschlandsberg von den Feuerwehren abgearbeitet. Verletzt wurde niemand.

Burgenland: Sturm zerstört Hochspannungsleitungen

Im burgenländischen Bezirk Neusiedl am See zerstörte der Sturm mehrere Hochspannungsleitungen. Betroffen waren vier Stahlgittermasten der 110-kV-Leitung Neusiedl-Frauenkirchen im Bereich der Gemeinden Gols und Weiden, bestätigte die Energie Burgenland am Montag. Rund 12.250 Haushalte waren dadurch für sieben Minuten ohne Strom.

Durch den Ausfall musste auf die 110-kV-Kabelleitungen aus dem Umspannwerk Andau umgeschaltet werden. Noch am Sonntag wurden erste Maßnahmen zur Errichtung provisorischer Ersatzmasten gesetzt. Die Inbetriebnahme soll in knapp zwei Wochen erfolgen. Eine Neuerrichtung der beschädigten Masten ist noch vor Wintereinbruch geplant. "Im Burgenland ist seit Beginn der Stromversorgung noch kein 110 kV-Gittermast umgeknickt", hieß es von der Energie Burgenland. Eine Schadenssumme steht noch nicht fest.

Die Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) vermeldete am Montagvormittag keine Feuerwehreinsätze mehr. Insgesamt gab es von Sonntag bis Montagfrüh 45 Einsätze wegen Sturmschäden.

60-Jähriger bei Unfall in Kärnten verletzt

In Kärnten wurde während des Sturms am Sonntagabend ein 60-Jähriger bei einem Verkehrsunfall in Klagenfurt verletzt. Laut Polizei war der Pensionist mit seinem Auto unterwegs, als ein abgebrochener Ast auf sein Fahrzeug fiel. Vor Schreck verriss er den Pkw und prallte gegen einen Baum neben der Straße. Der Mann wurde ins Unfallkrankenhaus Klagenfurt gebracht.

(APA)

(Quelle: S24)

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