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Russische Truppen verlassen ukrainische Grenze

Abzug von Soldaten auch auf besetzter Krim

Nach den zuletzt gewachsenen Spannungen im Ukraine-Konflikt hat Russland mit dem Abzug von Soldaten von der ukrainischen Grenze begonnen. Auch von der besetzten Halbinsel Krim seien Soldaten abgezogen worden. Die Ukraine reagierte verhalten auf den Abzug.

Militärische Einheiten marschierten derzeit zu Bahnverladestationen und Flugplätzen, berichtete die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti in der Früh unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Zehntausende Soldaten an Grenze

Sollte Russland wirklich seine Soldaten von der Grenze zur Ukraine abziehen, würden dadurch zwar Spannungen abgebaut, erklärte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba. Moskau müsse erklären, warum eine solche "übermäßige Truppenstärke" mit Offensivwaffen an die ukrainische Grenze gebracht worden sei. Der nunmehrige Schritt werde zudem "weder die gegenwärtige Eskalation noch den generellen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland beenden". Das Nachbarland hatte im Jahr 2014 die ukrainische Halbinsel Krim unter Bruch des Völkerrechts annektiert und in den östlichen Regionen Donezk und Luhansk ein pro-russisches Separatistenregime installiert.

Russland hatte in den vergangenen Wochen zehntausende Soldaten an der ukrainischen Grenze und auf der Krim stationiert und damit Furcht vor einer Eskalation der Spannungen in der Region ausgelöst. Die Soldaten würden an ihre eigentlichen Standorte zurückkehren, meldete die Agentur Tass am Freitag. Die Regierung hatte am Donnerstag erklärt, sie habe den Rückzug von Truppen aus dem Gebiet von der Grenze zur Ukraine angeordnet. Laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu sollen sie bis zum 1. Mai in die Kasernen zurückkehren.

Konflikt zwischen Russland und Ukraine

Russland sprach von Militärübungen, die die Einsatzbereitschaft der Soldaten auf die Probe stellen sollten. Am Donnerstag erklärte Moskau dann, das Manöver sei beendet, seine Ziele seien erreicht worden, und kündigte den Abzug der für die Übungen entsandten Streitkräfte an. Die USA erklärten, sie würden "ganz genau beobachten", ob Russland seine Ankündigung umsetze.

Die Truppenbewegungen haben seit Wochen für Besorgnis bei der ukrainischen Regierung, ihren westlichen Unterstützern und der NATO gesorgt. Schoigu hatte erklärt, sein Land werde angesichts der Bedrohung durch die NATO Militärübungen abhalten. Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell hatte am Montag gesagt, Russland habe an der Grenze zur Ukraine und auf der Krim mittlerweile mehr als 150.000 Soldaten konzentriert. Im Osten der Ukraine tobt seit 2014 ein Konflikt mit pro-russischen Separatisten, die von Moskau unterstützt werden.

(Quelle: Apa/Reuters/Dpa)

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