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Russland legt eigene Syrien-Resolution vor

Schwere Schäden in Aleppo APA (Archiv/AFP)
Schwere Schäden in Aleppo

Im Ringen um ein Ende der Kämpfe in der syrischen Großstadt Aleppo hat auch Russland einen Resolutionsentwurf im UNO-Sicherheitsrat vorgelegt. Moskau verlangt darin ein "sofortiges" Ende der Kampfhandlungen vor allem in Aleppo. Im Gegensatz zum französischen Entwurf fehlt allerdings die Forderung nach einem Ende aller Luftangriffe und militärischen Flüge über Aleppo.

Noch am Samstag stimmt das Gremium bei einer Sitzung in New York über beide Papiere ab. Erwartet wird aber, dass keiner der Entwürfe verabschiedet werden würde. Russland kündigte bereits im Voraus an, den französischen Entwurf - über den zuerst abgestimmt werden soll - nicht durchkommen zu lassen.

Syrische Regierungstruppen setzt Offensive fort

Die Sitzung des Sicherheitsrats soll um 21.00 Uhr MESZ beginnen. Der britische UNO-Botschafter Matthew Rycroft kritisierte das russische Vorgehen, einen eigenen Resolutionsentwurf vorzulegen als einen "zynischen Versuch", die Aufmerksamkeit davon abzulenken, "dass die Bombardierung Aleppos gestoppt werden muss".

Syrische Regierungstruppen haben unterdessen ihre Offensive auf die von Rebellen kontrollierten Teile der belagerten Stadt Aleppo fortgesetzt. Die Regierungstruppen seien im Stadtteil Bustan al-Basha auf dem Vormarsch und hätten den Stadtteil Uwaija eingenommen, zudem gebe es Kämpfe im Stadtteil Sheikh Saeed, teilte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Steinmeier erinnert an Kalten Krieg

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte, die aktuelle Lage sei "gefährlicher" als im Kalten Krieg. "Der Konfliktstoff zwischen Russland und den USA wächst an", sagte Steinmeier der "Bild"-Zeitung. "Die neuen Zeiten sind anders, sind gefährlicher. Früher war die Welt zweigeteilt, aber Moskau und Washington kannten ihre roten Linien und respektierten sie."

(APA/ag.)

(Quelle: S24)

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