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Russland wies Anschuldigungen zu Flug MH17 zurück

Russland unterstellt den Ermittlern Voreingenommenheit APA (AFP/Archiv)
Russland unterstellt den Ermittlern Voreingenommenheit

Das russische Außenministerium weist die jüngst erhobenen neuerlichen Anschuldigungen, für den Abschuss der Malaysischen Passagiermaschine MH17 über der Ukraine verantwortlich zu sein, als "unbegründet" zurück. Es unterstellt den Ermittlern Voreingenommenheit und Einseitigkeit, mit dem Ziel, Russland in den Augen der internationalen Gemeinschaft zu diskreditieren.

Die vom Joint Investigation Team (JIT) präsentierte Version der Ereignisse, wonach die Buk-Rakete von Russland aus abgeschossen worden sei und zur russischen Brigade 53 gehöre, sei "bedauerlich", schreibt das russische Außenministerium in einer Stellungnahme von Donnerstagabend. "Das ist ein Fall von unbegründeten Anschuldigungen mit dem Ziel, unser Land in den Augen der internationalen Gemeinschaft zu diskreditieren", wird betont.

Russland ortet falsches Material

"Natürlich wurden keine Beweise präsentiert, mit Ausnahme eines visuell bemerkenswerten Videos, das auf Daten basiert, die von 'Bellingcat'-Bloggern fabriziert wurden", heißt es weiter. Diese Blogger hätten schon früher Fakten verdreht, um die Hypothese zu untermauern, dass Russland in den Abschuss des Flugzeuges involviert sei. Es sei zudem verwirrend, dass diese Theorie gerade zu einem Zeitpunkt vorangetrieben werde, zu dem Russland die Überprüfung der Anfragen der niederländischen Ermittler noch nicht abgeschlossen habe.

"Wir halten fest, dass das Material, das bei der Pressekonferenz vorgewiesen wurde, einen bedeutenden Teil der Informationen ignoriert, die von Russland zur Verfügung gestellt wurden", heißt es weiter. So sei etwa nichts über die Hilfe während der Untersuchungen erwähnt worden. Die Menschen hinter der jüngsten Präsentation hätten auch vergessen zu erwähnen, dass Russland niederländische Experten und Ermittler in Moskau beherbergt sowie technische Daten der Buk-Rakete und Ergebnisse eines umfangreichen Tests der Rakete durch den Hersteller übergeben habe.

Weitere Hilfe angeboten

Russland habe an die niederländischen Ermittler auch Rohdaten der Radarüberwachung des Luftraumes zum Zeitpunkt der Tragödie zukommen lassen. Diese entscheidenden Informationen seien sehr umfangreich und gänzlich objektiver Natur, wird betont. "Leider hat das die Ausrichtung der Untersuchung überhaupt nicht geändert".

"Auf Basis der Radaraufzeichnungen können die Erkenntnisse der unbekannten von den Ermittlern engagierten Experten nicht anders als 'absolut unhaltbar' bezeichnet werden", heißt es. "Unter diesen Umständen haben wir legitime Fragen zu den wahren zugrunde liegenden Motiven des JIT, vorläufige Schlussfolgerungen zu veröffentlichen". All dies bestätige nur die bereits früher geäußerten Bedenken über die Voreingenommenheit und Einseitigkeit der laufenden Untersuchung. Nichtsdestotrotz werde Russland weiterhin Hilfestellungen bieten, damit die Wahrheit über den Absturz des Fluges MH17 festgestellt und die wahren Täter vor Gericht gebracht werden können.

Die Niederlande und Australien machten indes Russland für den Abschuss verantwortlich. Beide Länder "machen Russland für seine Beteiligung an dem Abschuss verantwortlich", erklärte die niederländische Regierung am Freitag.

(APA/dpa/ag.)

(Quelle: S24)

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