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Sabine Oberhauser ist tot: Die Reaktionen der Politiker

Oberhauser starb am 23. Februar 2017. APA/GEORG HOCHMUTH
Oberhauser starb am 23. Februar 2017.

Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) ist ihrer Krebserkrankung erlegen. Die 53-jährige SPÖ-Politikerin starb am Donnerstag, bestätigte eine Mitarbeiterin am Abend. Österreichs Politiker haben mit tiefer Erschütterung auf die Nachricht reagiert.

Mit großer Betroffenheit reagierten Österreichs Politiker am Donnerstag auf den Tod von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser. Ein Auszug.

Haslauer: "Volles Mitgefühl gilt ihrer Familie"

Tief betroffen vom plötzlichen Ableben von Oberhauser zeigte sich am Freitag der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): "Es ist tragisch, wenn jemand, der sein Leben dem Dienst an der Republik widmet, so plötzlich aus unserer Mitte gerissen wird. Unser volles Mitgefühl gilt in dieser schweren Stunde ihrer Familie".

Bundespräsident Van der Bellen tief betroffen

Ich bin tief betroffen darüber, dass Ministerin Sabine Oberhauser ihren Kampf gegen den Krebs verloren hat. Sie ist mit ihrer Erkrankung sehr offen umgegangen, dafür hat sie meinen großen Respekt. Mein Mitgefühl gehört ihren Angehörigen", sagt Bundespräsident Alexander Van der Bellen zum Tod der Gesundheits- und Frauenministerin.

Oberhauser war eine überzeugte Gewerkschafterin, erinnert der Bundespräsident, und setzte sich vehement für die Rechte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein. So hat sie sich anfangs für Interessen der angestellten Ärzte eingesetzt und wurde schließlich zur Vizepräsidentin des ÖGB gewählt. Unvergessen bleiben wird auch ihr starkes frauenpolitisches Engagement, sei es als Mitglied des Vereins der Wiener Frauenhäuser, als Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings, als Vorstandsmitglied der European Women‘s Lobby oder als Frauenvorsitzende des Gewerkschaftsbundes. Als Abgeordnete im Nationalrat hat sie sich für Verbesserungen im Gesundheitssystem eingesetzt, viele Veränderungen tragen auch ihre Handschrift als Verhandlerin. Gekrönt wurde ihre Karriere schließlich durch die Berufung zur Gesundheits- und Frauenministerin. "Ihre Fröhlichkeit, ihre Kompetenz und ihr Engagement werden uns fehlen", so der Bundespräsident.

Kern: "Eine Nachricht, die unbeschreiblich traurig macht"

"Es ist eine Nachricht, die unbeschreiblich traurig macht. Mein Mitgefühl, meine ganze Anteilnahme und meine Gedanken sind in diesen schweren, bitteren Stunden bei ihrem Mann Gerold, den Töchtern und der Familie", so Bundeskanzler Christian Kern zum Ableben von Sabine Oberhauser.

Wer Sabine Oberhauser kennenlernen durfte, kannte eine Frau, die für ihre Werte und für ihre Überzeugungen eingestanden ist, die im Rahmen ihrer Politik – als Ministerin und Gewerkschafterin – immer überlegt hat, wie möglichst viele Menschen von ihrer Arbeit profitieren können. Und er kannte eine Frau, die auch in den schwierigen Tagen und Wochen ihrer Krankheit immer optimistisch war und ein Lachen auf den Lippen hatte. "Es ist schwer zu glauben, dass Sabine Oberhauser nicht mehr da ist – nicht mehr bei Ministerratssitzungen, nicht mehr bei fraktionellen Besprechungen, nicht mehr, um mit ihr über Politik zu reden", erklärte Kern.

Mitterlehner: Österreich verliert einen großartigen Menschen"

"Österreich verliert einen großartigen Menschen und eine leidenschaftliche Politikerin, die sich bis zuletzt mit vollem Einsatz für die Menschen in Österreich eingesetzt hat", sagt Mitterlehner anlässlich der traurigen Nachricht, dass die SPÖ-Politikerin am Donnerstag ihren Kampf gegen den Krebs verloren hat.

"Ich habe Sabine Oberhauser als geradlinige Kollegin mit Handschlagqualität kennen und schätzen gelernt. Ihre Expertise und ihr Einsatz wurden über Parteigrenzen hinweg respektiert", hebt Reinhold Mitterlehner hervor. Besonders bewundernswert gewesen sei der offene Umgang mit ihrer Krebserkrankung, gegen die sie bis zuletzt mutig angekämpft hat. "Damit war Sabine Oberhauser vielen Menschen ein Vorbild, dafür hat sie auch meinen großen Respekt", so Mitterlehner.

Im Namen der gesamten Österreichischen Volkspartei spricht Reinhold Mitterlehner allen Angehörigen und Freunden von Sabine Oberhauser sein tief empfundenes Beileid aus.

Bures: "Oberhauser eine leidenschaftliche Politikerin"

"Eine leidenschaftliche Politikerin und ein großartiger und liebenswerter Mensch ist viel zu früh von uns gegangen. Sabine Oberhauser hat ihren tapferen Kampf gegen den Krebs verloren. In den Herzen so vieler Menschen hat sie einen bleibenden Platz."

"Sabine Oberhauser ist zeitlebens mit beiden Beinen fest am Boden gestanden. Auf andere Menschen ist sie stets mit offenem Herzen zugegangen. Ihre Herzlichkeit war mitreißend. Die Republik hat eine erfahrene und profilierte Ministerin verloren. Die Sozialdemokratie verliert eine große Frau und Mitstreiterin. Ich persönlich verliere eine liebe Freundin", so Nationalratspräsidentin Bures.

Ihr tief empfundenes Mitgefühl drückt die Nationalratspräsidentin allen Angehörigen und WegbegleiterInnen der Verstorbenen, insbesondere ihrer Mutter, ihrem Mann Gerold und ihren beiden Töchtern aus.

Glawischnig: „Es schmerzt zutiefst“

„Mit Sabine Oberhauser haben wir eine der engagiertesten Politikerinnen des Landes verloren. Ihr Ableben schmerzt zutiefst und macht mich sehr betroffen", bedauert die Grüne Bundessprecherin und Klubobfrau Eva Glawischnig das Ableben der Gesundheitsministerin von ganzem Herzen.

„Sabine Oberhauser hat die wunderbare Fähigkeit besessen, Frauen über alle ideologischen Grenzen hinweg zu ermutigen und zu bestärken“, sagt Glawischnig und würdigt die Erfolge der Gesundheitsministerin: „Sie hatte eine beharrliche und persönlich verbindliche Art, Politik zu gestalten.

Zu Sabine Oberhausers Stärken zählte auch der offene Umgang mit ihrer Krankheit. "Umso trauriger macht mich nun die Tatsache, dass ihr so vielseitiges und engagiertes Leben viel zu früh zu Ende ging. Sie hätte noch so viel zu geben gehabt - als Gesundheitsministerin, als Frauenpolitikerin und als Mensch“, betont Glawischnig.

„Ihr unermüdlicher Einsatz für unsere Gesellschaft bleibt unvergessen. Die ganze Grüne Bewegung ist in Gedanken bei ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden. Wir werden sie sehr vermissen“, bekundet die Grüne Klubobfrau ihr Beileid.

H.C. Strache erschüttert

Tief erschüttert über den Tod von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser zeigte sich FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache. "Sabine Oberhauser hat tapfer gegen ihre furchtbare Erkrankung gekämpft", meinte Strache. Als Ministerin sei sie fair und sachlich gewesen. "Mein ganzes Beileid gilt nun ihren Angehörigen, die sie schmerzlich vermissen werden."

Karmasin: Tief betroffen vom Ableben Oberhausers

„Ich bin tief betroffen vom Ableben von Sabine Oberhauser. Sie hat bis zum Schluss gekämpft“, so Bundesministerin Sophie Karmasin, und weiter: „Meine Gedanken sind bei ihren Angehörigen, denen ich viel Kraft in dieser schweren Zeit wünsche.“

Doskozil: "Sabine, du wirst mir fehlen"

Bestürzt zeigt sich Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil über den Tod von Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser: "Ihr Lachen und ihre fröhliche Art haben sehr oft Licht in den manchmal so grauen Politikbetrieb gebracht. Sabine, du wirst mir fehlen." "Als ich vor einem Jahr neu in die Regierung gekommen bin, hat sie mir viel geholfen. Ich konnte vieles mit ihr besprechen, sie hatte immer ein offenes Ohr. Das werde ich nicht vergessen", so der Minister.

"Ihr soziales Engagement war unübertrefflich. Wenn sie wo eine Ungerechtigkeit bemerkte, hat sie diese mit voller Kraft bekämpft. Ich habe das immer an ihr bewundert." "Mein Mitgefühl gehört den Angehörigen und Freunden", sagt Doskozil.

Hofer schätzte Oberhauser

Auch der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) zeigte sich tief betroffen. Oberhauser habe ihr Leben sowohl als Ärztin als auch als Politikerin dem Gesundheitswesen gewidmet - "nur den Kampf um ihre eigene Gesundheit hat sie leider Gottes verloren", so Hofer. "Ich habe Sabine Oberhauser als einen unglaublich herzlichen Menschen mit Handschlagqualität kennen- und schätzen gelernt. Auch wenn wir politisch nicht immer einer Meinung waren, so war sie mit ihrer lebensfrohen Art stets sachlich und durchsetzungsstark in der politischen Auseinandersetzung. Umso trauriger ist es, dass sie so früh gehen musste. Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt ihren Angehörigen", sagte der FPÖ-Vizeparteichef.

Lugar: "Unser Mitleid gilt den Angehörigen"

„Wann man gesehen hat, wie tapfer sich die Gesundheitsministerin gegen ihre schwere Erkrankung gewehrt hat, dann ist man umso betroffener, wenn man von ihrem Tod hört. Sabine Oberhauser hat durch ihren Lebenswille vielen Schwerkranken Kraft gegeben“, erklärt Team Stronach Klubobmann Robert Lugar. „Unsere Anteilnahme und unser Mitleid gelten nun in diesen schweren Stunden den Angehörigen!“, so Lugar.

Schelling: "Sabine Oberhauser wird mir sehr fehlen."

Tief betroffen zeigte sich Finanzminister Hans Jörg Schelling: "Sabine Oberhauser wird mir sehr fehlen", würdigte er ihre "profunde Fachkenntnis", aber auch "ihre herzliche, menschliche Art". "Ich bin tief betroffen vom Ableben von Sabine Oberhauser. Sie hat bis zum Schluss gekämpft", deponierte Familienministerin Sophie Karmasin. Justizminister Wolfgang Brandstetter (ÖVP) - "Spiegelminister" Oberhausers - lobte die stets enge und konstruktive Zusammenarbeit und versicherte: "Ihr unermüdlicher Einsatz und ihre außergewöhnliche und liebenswürdige Persönlichkeit werden uns immer in Erinnerung bleiben."

NEOS trauern um Sabine Oberhauser

Mit tiefer Betroffenheit über den Tod von Gesundheits-und Frauenministerin Sabine Oberhauser reagiert NEOS-Klubobmann Matthias Strolz: „Mit Sabine Oberhauser verliert Österreich einen bis zuletzt starken und beeindruckenden Menschen, dem weit über die Parteigrenzen hinaus Respekt und Anerkennung entgegengebracht wurde. Heute verliert nicht nur die Republik eine unermüdliche Kämpferin für die Gleichberechtigung von Frauen und eine leidenschaftliche Gesundheitspolitikerin, sondern vor allem ihre Familie einen liebenden Menschen. Ihnen gilt mein tiefstes Mitgefühl. Ich mochte ihr sonniges Wesen und ihre sachliche Leidenschaft sehr. Sie wird fehlen.“

Auch NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker zeigt sich erschüttert: „Der Tod von Sabine Oberhauser trifft mich zutiefst. Sie hat ihren Job mit viel Herz und Verstand gemacht. Ihr absoluter Einsatz bis zum Schluss trotz schwerer Krankheit zeigt ihr kämpferisches Herz. Ihre fröhliche, offene und geradlinige Persönlichkeit wird in der österreichischen Politik bitter vermisst werden.“

Mikl-Leitner wird "herzvolles Lachen in Erinnerung" behalten

"Zutiefst erschüttert" zeigte sich auch Ex-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, die künftige Landeshauptfrau von Niederösterreich. Oberhauser war für sie "nicht nur eine wertvolle Kollegin, sondern auch eine gute Freundin. Sie hat in ihrem Handeln immer das Verbindende vor das Trennende gestellt hat. Sie war ein Mensch voller positiver Energie und Lebensfreude. Ihr herzvolles Lachen wird mir stets Erinnerung bleiben".

Rasinger: Vorbildliche Kollegin

ÖVP-Gesundheitssprecher Erwin Rasinger hat die verstorbene Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser (SPÖ) als "extrem warmherzige und extrem fleißige, vorbildliche Kollegin" gewürdigt. Sie habe immer nur das Beste gewollt. Das Martyrium des heimtückischen Unterleibs-Karzimons habe sie "heldenhaft ertragen". Nun sei sie viel zu früh gegangen, sagte Rasinger gegenüber der APA.

Für Rasinger steht es "außer Frage", dass das Amt nachbesetzt werden muss und nicht wie derzeit interimistisch weiterhin von Sozialminister Alois Stöger (SPÖ) mitbetreut wird. Er sei ein "vehementer Verfechter" eines eigenen Gesundheitsministeriums, sagte Rasinger. Er hofft, dass für die Nachfolge jemand gefunden wird, "der kundig ist und der das Wohl für das Gesundheitswesen so im Auge hat wie die Sabine".

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.05.2021 um 11:04 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/sabine-oberhauser-ist-tot-die-reaktionen-der-politiker-55250830

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