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Salzburger Festspielpräsidentin wird Ehrenbürgerin der Stadt

Rabl-Stadler kam als dritte Frau zu dieser Ehre APA
Rabl-Stadler kam als dritte Frau zu dieser Ehre

Die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, wird Ehrenbürgerin der Stadt Salzburg. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) überreicht ihr die Ehrenbürgerin-Urkunde bei einem offiziellen Festakt am kommenden Montag. Seit Jänner 1995 lenkt die 70-Jährige das weltweit renommierte Kulturfestival mit Klugheit, Charme, Durchsetzungskraft.

"Die Verdienste von Helga Rabl-Stadler als Präsidentin der Salzburger Festspiele sind unumstritten und inzwischen ja bereits tatsächlich legendär. Die Stadt Salzburg zeichnet Helga Rabl-Stadler in Würdigung ihres Wirkens daher mit der Ehrenbürgerschaft der Landeshauptstadt aus", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung der Stadt.

Rabl-Stadler startete als Journalistin

Die am 2. Juni 1948 in Salzburg geborene Tochter von Ex-ORF-General Gerd Bacher blickt auf eine große Karriere zurück. 1970 schloss sie ihr Jus-Studium mit dem Doktor der Rechte ab. Ihre berufliche Laufbahn begann als Journalistin bei der Zeitung "Die Presse". Später wechselte sie zur "Wochenpresse" und zur Tageszeitung "Kurier", wo sie von 1974 bis 1978 als erste weibliche Innenpolitikkolumnistin für die Rubrik "Politik von innen" schrieb. 1977 heiratete sie ihren Kollegen Peter Rabl, den späteren Chefredakteur des "Kurier". Aus der mittlerweile geschiedenen Ehe stammen zwei Söhne.

Politisches Amt niedergelegt

1983 ging sie für die ÖVP in den Nationalrat, wo sie sich bis 1990 für liberalere Ladenöffnungszeiten und für die Verankerung von Sponsoring im Steuerrecht engagierte. 1985 wurde Rabl-Stadler Vizepräsidentin der Salzburger Wirtschaftskammer und leitete die Kammer von 1988 bis 1995 als Präsidentin - und als erste Frau. Von 1990 an war sie fünf Jahre lang auch Bundesobmann-Stellvertreterin der ÖVP.

Am 26. Jänner 1995 übersiedelte Rabl-Stadler in die Direktion der Salzburger Festspiele und legte damit alle politischen Funktionen nieder. "Außer dem Amt des Bundespräsidenten gibt es kein Amt, das ich lieber antreten würde als das Amt des Präsidenten der Salzburger Festspiele", sagte Rabl-Stadler damals im Fernsehen. Immer wieder wurde ihr Vertrag verlängert, zuletzt bis einschließlich 2020.

97 Personen erhielten bisher Ehrenbürgerschaft

Die Ehrenbürgerschaft der Stadt Salzburg wurden laut Unterlagen des Stadtarchivs bisher an 97 Personen verliehen. Seit dem Jahr 1945 erhielten sie u.a. die Dirigenten Herbert von Karajan und Karl Böhm, weiters Architekt Clemens Holzmeister - der "Baumeister" des Großen Festspielhauses, Festspiel-Mäzen Donald Kahn, Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl und auch Franz Wallack, der Planer und Erbauer der Großglockner Hochalpenstraße. Als einzige Frau in diesem Zeitraum wurde Exministerin Hertha Firnberg diese Ehrung zuteil. Alle hier genannten Personen sind bereits gestorben.

Zu den drei lebenden Salzburger Ehrenbürgern zählen die beiden Ex-Bürgermeister Josef Reschen und Josef Dechant sowie der 105-jährige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg, Marko Feingold. Vor 1945 erhielten u.a. die Sängerin Lilli Lehmann und Komponist Richard Strauss 1924 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Salzburg.

(APA)

(Quelle: S24)

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