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Sanierungsverfahren über burgenländische Sambucco eröffnet

Am Eisenstädter Landesgericht ist am Freitag über die Sambucco GmbH mit Firmensitz im burgenländischen Zillingtal (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet worden. Das teilten der Österreichische Verband Creditreform (ÖVC) und KSV1870 in einer Aussendung mit. Das Unternehmen betreibt u.a. drei "Biofeld"-Filialen in Wien, Graz und Klagenfurt.

Bis vor Kurzem hat die Firma auch einen Großhandel mit Biowaren betrieben. Auf der "Biofeld"-Homepage verkündete man bereits, dass man sich aus dem Bio-Fachgroßhandel zurückziehen werde. Die letzte Bestellannahme erfolgte per 6. September.

Das Unternehmen sei aufgrund eigener Bioprodukte, die von den großen Lebensmittelketten vermehrt angeboten werden, massiv unter Druck geraten. Erschwerend habe sich auch das Ergebnis einer Prüfung durch das Finanzamt, aus der eine erhebliche Steuernachforderung resultierte, ausgewirkt. Den Aktiva von etwa 400.000 Euro stehen unbesicherte Passiva in der Höhe von rund 1,4 Millionen Euro gegenüber.

Von der Insolvenz sind laut KSV1870 220 Gläubiger und 40 Dienstnehmer betroffen. 17 Mitarbeiter seien gekündigt worden. Die Sambucco GmbH bietet den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent zahlbar innerhalb von zwei Jahren ab Annahme an. Laut ÖVC soll das Unternehmen fortgeführt werden. Zum Masseverwalter wurde die Kosch & Partner Insolvenzverwaltung, Reorganisation und Forschung GmbH in Eisenstadt bestellt.

(APA)

Aufgerufen am 14.12.2018 um 07:14 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/sanierungsverfahren-ueber-burgenlaendische-sambucco-eroeffnet-60298099

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