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Schelling droht mit ÖIAG-Hauptversammlung

Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP) macht in Sachen ÖIAG-Führung Druck. Er erinnerte am Mittwoch in der "ZiB 2" daran, dass er die ÖIAG-Hauptversammlung einberufen könnte - ergänzte aber gleich, dass er "nicht glaube, dass das erforderlich ist". Sollte aber der ÖIAG-Aufsichtsrat anders entscheiden, als er, Schelling, es nahelegt, würde der das "sehr gut begründen müssen".

Laut "Presse" (Donnerstagausgabe) ist schon klar, dass der Vertrag von ÖIAG-Chef Rudolf Kemler bei der kommenden Sondersitzung des ÖIAG-Aufsichtsrates am 23. Oktober nicht bis Oktober 2017 verlängert wird und somit im Oktober 2015, in einem Jahr, ausläuft.

Dennoch wollte Schelling weiterhin nicht verraten, was genau er dem Aufsichtsrats-Chef der Staatsholding, Siegfried Wolf, hinsichtlich der Vertragsverlängerung nahelegen wird, Er wolle keine Personaldebatte in der Öffentlichkeit führen - habe er genau dies rund um die Ablöse von OMV-Chef Gerhard Roiss doch selbst kritisiert. Aber er als Vertreter der Republik könne sehr wohl "dem ÖIAG-Aufsichtsrat etwas sagen".

Nicht in die Karten schauen lassen wollte sich Schelling auch hinsichtlich der ÖIAG-Reform. Er könne sich er gut vorstellen, auch andere Bundes-Beteiligungen wie z.B. Asfinag, Verbund oder BIG einzubringen. Jedenfalls müsse der Bund ein Nominierungsrecht für den Aufsichtsrat bekommen - also die unter Schwarz-Blau eingeführte Selbsterneuerung der Staatsholding beendet werden.

Aufgerufen am 10.12.2018 um 05:23 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/schelling-droht-mit-oeiag-hauptversammlung-45883417

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