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Großeinsatz

Schüsse am Berliner "Tempodrom"

Ein Toter, vier Verletzte

Die tödlichen Schüsse auf einen 42-Jährigen vor dem Berliner Veranstaltungsort Tempodrom geben weiter viele Rätsel auf. Noch seien die Umstände der Tat völlig unklar, die sich am Freitagabend gegen 23.00 Uhr ereignete, sagte die Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, Mona Lorenz, auf Anfrage. Eine Mordkommission der Polizei ermittle mit Hochdruck.

Vier weitere Männer waren verletzt worden, davon einer schwer. Er lag am Samstag auf der Intensivstation einer Klinik, sein Zustand ist Lorenz zufolge kritisch. Der Tote sollte am selben Tag obduziert werden. Die Sprecherin ging davon aus, dass der Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit an den Schüssen starb; ein Obduktionsergebnis liege noch nicht vor. Die fünf Männer seien zwischen 28 und 52 Jahre alt und die vier Verletzten ebenfalls türkischstämmig.

Bluttat in Berlin: Täter auf der Flucht

Der Tatort befindet sich am Tempodrom in der Möckernstraße, einer Veranstaltungshalle in der Berliner Innenstadt. Das Gebiet im Ortsteil Kreuzberg wurde nach den Schüssen am Freitagabend weiträumig abgesperrt. Lorenz sagte, es könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob es mehrere Täter gab oder ob es nur einer war. Er oder sie seien weiterhin flüchtig.

Dass es sich bei den Angreifern um rund 15 schwarz gekleidete Gestalten handelte, wie der "Tagesspiegel" unter Berufung auf türkische Medien berichtete, bestätigte Lorenz nicht. Dem Blatt zufolge wurde den Opfern in die Beine geschossen. Tatsächlich lägen Beinverletzungen vor, bemerkte die Sprecherin dazu.

Polizei mit Großaufgebot im Einsatz

Die Polizei war am Freitag mit einem Großaufgebot im Einsatz, Beamte mit Maschinenpistolen sicherten den Ort des Geschehens. Die Besucher der Veranstaltung im Tempodrom wurden über Seiten- und Hinterausgänge aus dem Gebäude gebracht. Es sei alles sehr kontrolliert und ohne Panik abgelaufen, berichtete ein dpa-Reporter. Die Besucher hätten von den Geschehnissen größtenteils nichts mitbekommen.

Im Tempodrom war am Freitagabend eine Comedyshow präsentiert worden. Beim Opfer und bei den mutmaßlichen Tätern handle es sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht um Besucher der Veranstaltung, sagte eine Polizeisprecherin im RBB-Inforadio. Somit stehe die Tat augenscheinlich nicht in Zusammenhang mit der Show.

(Quelle: Apa/Dpa)

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