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Schwager von "Charlie Hebdo"-Attentäter wird ausgeliefert

In Frankreich drohen Hamid bis zu zehn Jahre Haft Salzburg24
In Frankreich drohen Hamid bis zu zehn Jahre Haft

Der in Bulgarien inhaftierte Schwager eines der "Charlie Hebdo"-Attentäter soll nach Frankreich ausgeliefert werden. Das entschied ein Gericht am Dienstag in Sofia. Murad Hamid war mit einem von Paris beantragten europäischen Haftbefehl wegen "Teilnahme an einer organisierten kriminellen Gruppe zur Vorbereitung von Terroranschlägen" gesucht worden.

In Frankreich droht ihm eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Bis zur Auslieferung wird der französische Staatsbürger laut Gerichtsbeschluss in bulgarischer Haft bleiben.

Zwei maskierte Männer hatten im Jänner 2015 einen Terroranschlag auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" verübt, bei dem zwölf Menschen ermordet wurden. Die islamistischen Täter wurden später von der Polizei erschossen.

Die Staatsanwaltschaft in Sofia hatte nach Hamids Festnahme Ende Juli erklärt, er gefährde die nationale Sicherheit des EU-Landes. Der Mann war im Juli mit einem Zug aus Serbien nach Bulgarien gekommen, wo er seiner Darstellung zufolge "eine Woche Ferien" machen wollte. Da der Haftbefehl erst einige Tage später erlassen wurde, konnte er ungehindert in die Türkei gelangen. Dort wurde er wegen eines türkischen Einreiseverbots festgenommen und Ende Juli nach Bulgarien zurückgeführt.

(Quelle: S24)

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