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Schwarzer Polizistenmörder in USA hingerichtet

Obwohl das Gerichtsverfahren gegen den Schwarzen Robert Wayne Holsey wegen Mordes an einem weißen Polizisten wegen Fehlern scharf kritisiert wurde, wurde der 49-jährige Gefängnisinsasse am Dienstag im US-Bundesstaat Georgia mit einer Giftspritze hingerichtet. Die Exekution wird das Klima der Wut über den Tod mehrerer Schwarzer durch Polizeigewalt in den USA noch mehr verstärken.

Holseys Verteidiger hatten immer wieder ein haarsträubendes Verfahren beklagt - ohne Erfolg. Der Mann war 1995 wegen des Mordes an einem 26-jährigen Polizisten zum Tode verurteilt worden. Damals war er im Verfahren von einem weißen Anwalt vertreten worden, der chronischer Alkoholiker war, schwarze Nachbarn seines Mandanten rassistisch beleidigt hatte und kurz nach dem Todesurteil gegen Holsey selbst wegen Betruges hinter Gittern landete. Der Anwalt hatte es versäumt, mildernde Umstände wie die von Gewalt geprägte Kindheit des Angeklagten geltend zu machen.

Die Hinrichtung Holseys war die 34. Exekution in den USA in diesem Jahr. Die Vereinigten Staaten werden derzeit von einer Welle der Empörung über den Tod von fünf Schwarzen durch Polizeigewalt erschüttert. Bisher wurde keiner der weißen Täter gerichtlich belangt. Am Dienstag wurde in den USA überdies die Kampagne "Post Ferguson" gestartet, die eine Abschaffung der Todesstrafe fordert. Die Initiatoren beklagen, dass viele Todesurteile rassistische Hintergründe haben.

(Quelle: S24)

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