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Schwere Unwetterschäden in Kärnten und der Steiermark

Einsatzkräfte stehen im Dauereinsazu Salzburg24
Einsatzkräfte stehen im Dauereinsazu

Schwere Unwetter sind am Montag über Kärnten und die Steiermark hinweggezogen. In Kärnten waren vor allem die Bezirke Völkermarkt und Klagenfurt-Land betroffen. In der Tscheppaschlucht bei Ferlach war eine Suchaktion nach Wanderern im Gange, nachdem am Abend laut einem Bericht des ORF noch rund 20 Autos auf dem Parkplatz standen. Die Besitzer waren offenbar noch nicht zurückgekehrt.

Die Landesalarm- und Warnzentrale bestätigte die Suchaktion durch die Bergrettung auf Anfrage der APA. Insgesamt gab es in Kärnten rund 70 Einsätze der Feuerwehren. Vor allem hatten die Einsatzkräfte mit Überflutungen, Murenabgängen und vereinzelt auch Strommastenbränden durch Blitzschlag zu tun.

40 Wanderer, die nach einem schweren Unwetter am Montagabend zunächst nicht zu ihren Autos am Parkplatz der Tscheppaschlucht in Kärnten (Bezirk Klagenfurt-Land) zurückgekehrt waren, sind laut einem Online-Bericht des ORF Kärnten unversehrt wieder aufgetaucht. Der Shuttlebus konnte sie wegen Muren nicht direkt zum Parkplatz zurückbringen und nahm den Umweg über Slowenien und den Karawankentunnel. Ein Polizeisprecher konnte dies auf APA-Anfrage zunächst nicht bestätigen. Es hieß lediglich, dass die Schlucht aus präventiven Gründen abgegangen werde.

Schwere Unwetter sind am Montag über die Steiermark hinweggezogen./APA/BFVLE/BIDV GERNOT NEUMANN Salzburg24
Schwere Unwetter sind am Montag über die Steiermark hinweggezogen./APA/BFVLE/BIDV GERNOT NEUMANN

Steiermark: Heftige Niederschläge und Hagel

Auch die Steiermark war von den Unwettern betroffen. Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld gab es ebenfalls heftige Niederschläge und auch Hagel, wie die Bereichsfeuerwehr in einer Aussendung berichtete. Die Hagelkörner waren teilweise mehrere Zentimeter groß. Straßen und Felder wurden bis zu einem halben Meter mit Hagelkörnern bedeckt. Vermurte und unterspülte Straßen, überflutete Keller, verstopfte Kanäle und Bäche, welche über die Ufer traten, waren die Folge.

Die Lafnitz führte annähernd ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100), der Voraubach wurde zu einem reißenden Strom. Die Feuerwehr Lafnitz musste bei einem überschwemmten Bauernhof sogar Tiere aus den Fluten retten. In Vorau wurde eine Landesstraße wegen einer Hangrutschung gesperrt. Eine Brücke wurde zerstört, Hagel setzte Häuserdächern zu, umgestürzte Bäume blockierten Straßen.

Im Bezirk Deutschlandsberg war vor allem das Gebiet um St. Ulrich im Greith betroffen. Auch hier zerstörte Hagel einige Dächer. Auch umgestürzte Bäume mussten aus dem Weg geräumt und Keller ausgepumpt werden. Im Bereich Mürzzuschlag gab es ebenfalls zahlreiche überflutete Straßen, überschwemmte Keller und eine Hangrutschung.

Hausdächer schwer beschädigt

Auch in St. Johann im Saggautal im Bezirk Leibnitz wurden Hausdächer durch Hagel schwer beschädigt, berichtete die Polizei. Ein 53-jähriger Mann rutschte bei den Aufräumarbeiten auf einem Hausdach aus und stürzte auf den Asphaltboden herab. Er zog sich schwere Kopfverletzungen und zahlreiche Frakturen zu. Nach der Erstversorgung wurde er per Rettungshubschrauber ins Klinikum Graz geflogen.

Schwere Gewitter gingen am Nachmittag auch im südlichen Burgenland nieder. Durch Hagelschlag entstanden in den Bezirken Güssing und Oberwart auf einer Fläche von über 2.200 Hektar Schäden für die Landwirtschaft in der Höhe von mehr als 800.000 Euro, teilte die Österreichische Hagelversicherung mit.

(APA)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 19.05.2021 um 01:58 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/schwere-unwetterschaeden-in-kaernten-und-der-steiermark-53522821

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