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Umstände unklar

Über 70 Tote bei schwerem Anschlag in Niger

Weitere 20 Menschen verletzt

Blaulicht, Polizei, SB Pixabay/CC0
In Niger kamen mehr als 70  Menschen bei einem Anschlag ums Leben. (SYMBOLBILD)

In dem von Terror heimgesuchten westafrikanischen Land Niger haben Bewaffnete über 70 Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt. Das gab Innenminister Alkache Alhada am Sonntag in der Hauptstadt Niamey bekannt. Die genauen Umstände der Attacke sind noch unklar.

 Alhada bezeichnete die Angreifer als Jihadisten. Im Niger und den anderen Ländern dieser Region sind etliche Terrorgruppen aktiv, die Al-Kaida oder dem "Islamischen Staat" (IS) die Treue geschworen haben.

Der Überfall hatte sich am Samstag nahe der Grenze zu Mali in den Dörfern Tchombangou und Zaroumdareye ereignet. Der Angriff soll eine Vergeltung für die frühere Ermordung von zwei Kämpfern durch Dorfbewohner sein, sagte der Innenminister. Die jungen Leute der beiden Dörfer hatten demnach versucht, in dem umkämpften Gebiet eine Selbstverteidigungsgruppe zu bilden. Es wird angenommen, dass die bewaffneten Männer auf Motorrädern aus dem benachbarten Mali gekommen sind. Die nigrischen Behörden verfolgen sie, sagte der Innenminister.

Niger als wichtiger Partner der EU

Der Niger ist eins der wichtigsten Transitländer für afrikanische Migranten, die das Mittelmeer erreichen wollen. Zusammen mit Mali, Mauretanien, dem Tschad und Burkina Faso ist der Niger Teil der G5-Sahel-Gruppe, die Terrorgruppen bekämpfen will. Die Regierung hat in den wüstenhaften Weiten außerhalb der Städte wenig Kontrolle, was nicht nur dschihadistische Gruppen, sondern auch kriminelle Netzwerke ausnutzen.

In den vergangenen Jahren hatte Europa Druck auf die nigrische Regierung ausgeübt, den Menschenschmuggel einzudämmen. Zudem gilt Niger als wichtiger Partner der EU im Kampf gegen Terrorismus in der Sahelzone.

(Quelle: Apa/Dpa)

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