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Sieben tote Flüchtlinge in der Ägäis geborgen

Bei einem Bootsunglück in der Ägäis sind sieben Flüchtlinge ertrunken. Die griechische Küstenwache entdeckte vor der Insel Lesbos in der Nacht auf Dienstag die Leichen. Weitere acht Bootsinsassen konnten gerettet werden. Die Behörden waren von der Besatzung eines Frachters alarmiert worden, die zwei Menschen aus dem Wasser gerettet hatte.

Laut dem Staatsradio berichteten die Überlebenden, sie seien an Bord eines Bootes mit rund 15 Menschen gewesen, das in der Meerenge zwischen der Türkei und Lesbos gekentert sei. Die Nationalität der Flüchtlinge ist noch nicht bekannt. Die Ägäis ist eine der Routen, über die Schleuserbanden immer wieder versuchen, Flüchtlinge nach Europa zu bringen.

Die italienische Marine hat unterdessen in den letzten 24 Stunden 596 Flüchtlinge im Mittelmeer südlich der Insel Lampedusa gerettet. Hubschrauber entdeckten zwei völlig überladene und kaum seetüchtige Flüchtlingsboote, wie die Marine mitteilte. Mehrere Schiffe brachten die Menschen an Land. Unter den Geretteten, die mehrheitlich aus Syrien und Eritrea stammen, waren mehrere Kinder.

Bei gutem Wetter hatten auch vergangene Woche einige Hunderte Menschen die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nach Europa gewagt. Nachdem in den ersten Wochen des Jahres zahlreiche Migranten an den italienischen Küsten angekommen waren, war der Zustrom danach wegen des schlechten Wetters zwischenzeitlich abgerissen.

Die italienische Marine hatte im Herbst nach mehreren Flüchtlingstragödien vor Lampedusa mit der Unterstützung anderer Länder den Einsatz "Mare Nostrum" gestartet, um weitere Bootsunglücke zu verhindern. Seitdem wurden 10.134 Migranten gerettet, darunter 1.019 Minderjährige.

(Quelle: S24)

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