Jetzt Live
Startseite Welt
Welt

Sisi will nach "Mörder"-Ruf mit ägyptischer Gegnerin reden

Die Journalistin beschimpfte Al-Sisi Salzburg24
Die Journalistin beschimpfte Al-Sisi

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi wollte die Frau, die ihn im Berliner Kanzleramt als "Mörder" beschimpft hat, im Gespräch überzeugen. "Ich wollte mit ihr persönlich sprechen und ihr erklären, welchen Schaden die Führer, an die sie glaubt, in Ägypten und bei sich selbst angerichtet hätten, wenn sie weiterregiert hätten", sagte Al-Sisi laut der staatlichen Zeitung "Al-Ahram" vom Freitag.

Al-Sisi habe dies bei einem vom ägyptischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Gespräch mit im Ausland lebenden Ägyptern in Berlin gesagt, so die Zeitung. Al-Sisi hat als Militärchef vor zwei Jahren den demokratisch gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi gestürzt. Er betonte zugleich, dass seine Kritikerin "noch immer Ägypterin" sei. Im Interview mit "Spiegel Online" hatte die in Deutschland lebende Studentin angegeben, dass ihr nun der Verlust der ägyptischen Staatsbürgerschaft drohe.

Nach einer gemeinsamen Pressekonferenz der Bundeskanzlerin Angela Merkel und Al-Sisis am Mittwoch hatte die Ägypterin lautstark darum gebeten, eine Frage stellen zu können. Als diese nicht mehr zugelassen wurde, schrie sie, Al-Sisi sei ein Mörder. Die ägyptische Pressedelegation skandierte daraufhin: "Es lebe Ägypten, es lebe Ägypten."

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 17.04.2021 um 12:49 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/sisi-will-nach-moerder-ruf-mit-aegyptischer-gegnerin-reden-47383432

Kommentare

Mehr zum Thema