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7 Klima-Mythen im Check

So beeinflusst der Mensch das Klima

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Der Einfluss des Menschen auf den Klimawandel wird mitunter heftig diskutiert. (SYMBOLBILD)

Die globale Klimakrise entwickelt sich immer mehr zum größten Problem unserer Zeit. Der hohe Verbrauch fossiler Brennstoffe macht die Erde zu einem Treibhaus, wie ein nun veröffentlichter Greenpeace-Report zeigt. Doch diese Ansicht teilen nicht alle, wir haben deshalb 7 Klima-Mythen einem Faktencheck unterzogen.

"Heiße Sommer hat es immer schon gegeben." Oder: "Oh nein, Schnee im Winter!" So lauten oft Reaktionen auf Wetterextremen, die offenbar immer häufiger auftreten. Die 7 Klima-Mythen im Faktencheck:

1. "Es gibt keinen Klimawandel, das ist nur Wetter"

Der Klassiker. Gerade US-Präsident Donald Trump ließ immer wieder mit solchen und ähnlichen Aussagen aufhorchen. Viele sehen in den extremen Wetterlagen kein sich änderndes Klima, sondern eben Wetter. Doch das stimmt nicht, das Wetter ist nicht Klima. Von einem Klimawandel spricht man, wenn sich die durchschnittliche Temperatur über einen längeren Zeitraum verändert. Und das ist der Fall, denn seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1880 ist die Temperatur um knapp 2 Grad gestiegen.

2. "Der Mensch hat keinen Einfluss auf den Klimawandel"

Doch. Seit Beginn der Industrialisierung steigt die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in unserer Atmosphäre rasant an. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts etwa ist gerade die Konzentration von CO2 in unserer Atmosphäre gestiegen. Immerhin von 280 ppm (parts per million) auf über 400 ppm. Skeptiker sehen hier natürliche Ursachen, wie etwa Vulkanausbrüche. Doch die gab es auch schon vor der Industrialisierung.

3. "Es gab schon immer Klima-Schwankungen"

Die Erde ist ständig in Bewegung. In der Geschichte des Planeten gab es daher auch immer wieder starke Schwankungen was die Temperatur und die CO2-Konzentration in der Atmosphäre betrifft. Dies geschah allerdings über einen Zeitraum von mehreren tausend Jahren, nicht in weniger als 100 Jahren, wie dies aktuell der Fall ist. So konnte sich das Ökosystem an die Gegebenheiten anpassen.

Aber auch rasante CO2-Anstiege kamen in Vergangenheit vor. Die gingen allerdings immer mit einem Massensterben einher. Schwankungen gab es also auch früher, die Auswirkungen waren aber stets katastrophal.

4. "Globale Erwärmung kommt von der Sonne, nicht vom Menschen"

Dass die Sonne für die steigenden Temperaturen auf der Erde verantwortlich sei, wurde lange auch von Wissenschaftern verfochten. Eine Studie zeigte, dass eine schwächere Sonne die Klimaerwärmung um ein halbes Grad dämpfen könnte. Den durch Treibhausgase verursachten Klimawandel könnte sie allerdings nicht kompensieren. Die These, der Klimawandel lasse sich durch zunehmende Sonnenaktivität erklären, gilt als widerlegt.

5. "Nicht alle Wissenschafter glauben an den Klimawandel"

Auch innerhalb der Klimawissenschaft sind sich Forscher nicht immer einig. Wissenschaft zeichnet sich eben dadurch aus, dass jede Theorie auch durch neue Erkenntnisse widerlegt werden kann. Eine Studie aus dem Jahr 2016 zeigt allerdings, dass in etwa 97 Prozent der Fälle die Ergebnisse die These eines menschgemachten Klimawandels unterstützen. Von rund 12.000 Untersuchungen kommen 11.500 zu dem Schluss, dass der Klimawandel auf dern Menschen zurückzuführen ist. 

6. "Atomkraftwerke liefern klimaneutralen Strom"

Atomkraftwerke produzieren während des Betriebs kein CO2, sondern lediglich Wasserdampf. Das gilt aber nicht für den Bau der Kraftwerke oder die Gewinnung der dafür nötigen Rohstoffe wie Uran und Plutonium. Außerdem ist die Entsorgung des Atommülls zu beachten.

Erneuerbare Energien sind dabei ebenfalls nicht klimaneutral. Die CO2-Emissionen, die bei der Produktion von Solarzellen anfallen, sind in etwa mit jenen von Atomkraftwerken zu vergleichen. Wasserkraft und Windkraft hingegen verursachen weniger CO2.

7. "CO2 ist gar nicht so schädlich für das Klima"

CO2 ist ein natürlich vorkommendes Molekül, das viele Pflanzen für die Photosynthese und somit zum Überleben benötigen. CO2 ist also an sich nicht unbedingt schlecht. Problematisch ist allerdings die Masse an Kohlendioxid. Der stetige Anstieg des Gases seit der Industrialisierung ist für den Treibhauseffekt verantwortlich. Und das lässt sich messen. So gibt es Moleküle, welche die Energiewellen der Sonneinstrahlung weniger gut ins All zurückwerfen. An der Spitzen stehen CO2, Ozon und Methan.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 22.09.2019 um 04:40 auf https://www.salzburg24.at/news/welt/skeptiker-7-klima-mythen-im-check-76059514

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