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So lief die Asien-Reise für Donald Trump

Mit einem weiteren Gipfeltreffen auf den Philippinen hat US-Präsident Donald Trump am Dienstag seine Asien-Reise beendet. Reportern sagte er im Anschluss, er habe eine unglaublich erfolgreiche Reise hinter sich. Er habe auf höchster Ebene neue Freunde kennengelernt und Dinge erlebt, die nie zuvor jemand erlebt habe.

Zum Abschluss seiner Tour durch Asien nahm Trump in Manila kurz an einem Treffen mit Staats- und Regierungschefs aus Ostasien teil, darunter auch Chinas Premierminister Li Keqiang. Am Dienstag hob die Air Force One in Manila ab, Trump beendet damit nach zwölf Tagen seine bisher längste Auslandstour.

Duterte leitet Ostasien-Treffen

Das Ostasien-Treffen unter Vorsitz des philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte war der letzte in einer ganzen Gipfel-Serie. Die Runde in Manila begann verspätet, Trump entschloss sich früher als geplant zur Abreise und nahm am so genannten Familienfoto nicht teil. Reportern sagte Trump im Anschluss, er habe eine unglaublich erfolgreiche Reise hinter sich. Er habe auf höchster Ebene neue Freunde kennengelernt und Dinge erlebt, die nie zuvor jemand erlebt habe.

Menschenrechte und Demokratie?

Schon zuvor hatte sich Trump äußerst zufrieden mit seiner Reise gezeigt. Mit allen Staats- und Regierungschefs, die er getroffen habe, verbinde ihn ein "großartiges Verhältnis", sagte er. Der US-Staatschef machte dabei deutlich, dass es ihm in Asien vor allem auf gute Geschäfte ankommt. Unter seiner Führung setzen die USA nicht mehr auf gemeinsame Handelsabkommen mit verschiedenen Staaten, sondern auf Einzelverträge mit den jeweiligen Ländern. Undemokratische Zustände in vielen Staaten der Region spielten kaum eine Rolle, genauso wenig wie Menschenrechtsfragen.

Blutiger Drogenkrieg in Philippinen

Nach widersprüchlichen Angaben über den Verlauf seines Gesprächs mit Duterte, der wegen mehrerer Tausend Todesopfer bei der Bekämpfung von Drogenhandel massiv in der Kritik steht, veröffentlichte das Weiße Haus zusammen mit der philippinischen Seite eine gemeinsame Erklärung. Darin wurde klargestellt, dass das Thema Menschenrechte doch angesprochen worden sei. Zuvor hatte Trumps Sprecherin Sarah Sanders erklärt, das Thema Menschenrechte sei "kurz" zur Sprache gekommen. Dutertes Sprecher Harry Roque teilte dagegen mit, es sei überhaupt nicht darüber gesprochen worden.

Im Unterschied zu Trump ging Kanadas Premierminister Justin Trudeau in Manila auch selbst vor die Presse, um auf Fragen zu antworten. Trudeau sagte, er habe gegenüber Duterte selbstverständlich auch die Menschenrechte thematisiert. "Die Welt erwartet, dass Kanada von Menschenrechten spricht. Das ist Teil unseres Wertesystems."

(APA)

(Quelle: S24)

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