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Spontan-Demo in Garmisch vor G-7-Gipfel

Demonstration nach Anschlag in der Türkei Salzburg24
Demonstration nach Anschlag in der Türkei

Schon zwei Tage vor Beginn des Gipfels in Elmau (Bayern) sind Hunderte G-7-Gegner am Abend in einer Spontan-Demonstration durch Garmisch gezogen. Die 400 bis 500 Aktivisten seien von einem "starken Polizeiaufgebot" begleitet worden, es habe keine Vorfälle gegeben, sagte eine Polizeisprecherin.

Anlass der Demonstration waren die vorangegangen Bombenexplosionen, womöglich ein Anschlag, bei einer Wahlkampfveranstaltung der prokurdischen Partei HDP in der Türkei, bei dem zwei Menschen getötet und hundert weitere verletzt worden waren. "Wir sind aus Solidarität mit den Anschlagsopfern auf die Straße gegangen", sagte ein Sprecher im G-7-Protestcamp in Garmisch. Dorthin kehrten die Demonstranten nach einer Kundgebung am Bahnhof zurück. Nach Angaben des Sprechers nehmen 600 bis 700 Menschen an der nicht genehmigten Demonstration teil.

Für Samstag haben die G-7-Gegner zwei Kundgebungen und eine Demonstration in Garmisch angemeldet. Die Stadt liegt in der Nähe des Tagungsortes in Elmau. Die bisherigen Proteste gegen den G-7-Gipfel waren friedlich. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) warnte die Demonstranten eindringlich davor, in der heißen Phase des Gipfels doch zu Gewalt zu greifen. Der G-7-Gipfel hat zum größten Polizeieinsatz in der bayerischen Geschichte geführt.

Rund 100 Vermummte randalierten am Freitagabend in Leipzig. "Dabei wurden mehrere Polizisten leicht verletzt", sagte eine Sprecherin der Polizei am Samstag. Die Polizei schließt nicht aus, dass die Ausschreitungen mit dem G-7-Gipfel in Bayern zu tun haben.

(Quelle: S24)

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