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Staatsanwalt: Knox und Ex-Freund waren am Tatort

Raffaele Sollecito im Gerichtssaal in Florenz Salzburg24
Raffaele Sollecito im Gerichtssaal in Florenz

Im neuen Prozess um den Mord an der Britin Meredith Kercher hat die Staatsanwaltschaft das Gericht aufgefordert, die Angeklagten Amanda Knox und Raffaele Sollecito nicht erneut freizusprechen. Das vorherige Urteil sei durch das Kassationsgericht "dem Boden gleichgemacht" worden, sagte Staatsanwalt Alessandro Crini am Montag vor dem Berufungsgericht im italienischen Florenz.

Er betonte, die Angeklagten seien am Tatort gewesen, ihre Erklärungen wenig glaubwürdig und Sollecitos Alibi falsch. Sein Plädoyer sollte am Dienstag fortgesetzt werden.

Die 26 Jahre alte US-Studentin Knox und der drei Jahre ältere Sollecito müssen sich seit September für den Mord an Kercher zum dritten Mal vor Gericht verantworten. Die Austauschstudentin war im November 2007 tot in ihrem WG-Zimmer im italienischen Perugia gefunden worden. Während Knox dem Prozess fernbleibt, erschien Sollecito am Montag erneut vor Gericht. Die Ausführungen der Staatsanwaltschaft wies er als "oberflächliche und dubiöse Anschuldigungen" zurück.

Ein Urteil könnte im Jänner 2014 fallen. Kerchers damalige Mitbewohnerin Knox und ihr Ex-Freund waren unter Tatverdacht geraten und 2009 zu langen Haftstrafen verurteilt worden. 2011 sprach sie ein Berufungsgericht frei, bevor Italiens höchstes Gericht im März anordnete, den Fall neu aufzurollen.

(Quelle: S24)

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